03:12 30 August 2016
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Putin: Gegen Assad kämpfen Terroristen und nicht Syriens Volk

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Petersburger internationales Wirtschaftsforum 2013 (34)
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Gegen Syriens Präsident Baschar al-Assad kämpfen gut bewaffnete Warlords und nicht das Volk Syriens, erklärte der russische Präsident Wladimir Putin am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in St. Petersburg.

Gegen Syriens Präsident Baschar al-Assad kämpfen gut bewaffnete Warlords und nicht das Volk Syriens, erklärte der russische Präsident Wladimir Putin am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in St. Petersburg.

Es handle sich um Extremisten, die „gut ausgebildet sind und gut bewaffnet werden, unter anderem aus dem Ausland und unter anderem über Kanäle von Terrororganisationen“, betonte Putin.

Der Kern der bewaffneten Regimegegner sei von der internationalen Völkergemeinschaft als Terrororganisation anerkannt worden, fügte er hinzu. „Ich bin für eine objektive Berichterstattung“, so Putin. „Die als terroristisch anerkannte bekannte Organisation an-Nusra ist eines der Zentren der bewaffneten Opposition. Sie ist auch vom US-Außenamt als terroristisch anerkannt worden und als eine Organisation, die mit Al Kaida in Verbindung steht. An wen will man denn dann Waffen liefern?“   

Wie Putin betonte, befürchtet er auch die Entstehung eines Machtvakuums in Syrien. „Wenn Assad heute geht, wird ein politisches Vakuum entstehen. Wer wird dieses ausfüllen? Sind es dann vielleicht solche Terrororganisationen?“

„Wie kann dies verhindert werden, wenn diese immerhin bewaffnet und aggressiv eingestellt sind?“ fragte er. Nach seiner Ansicht gibt es keine Antwort auf diese Frage.

„Es gibt nur eine vernünftige Idee, die wir beim G8-Gipfel unterstützt haben. Diese will ich auch jetzt laut sagen: Es gilt, alle rivalisierenden Seiten dazu zu bringen, nach Genf zu den ‚Genf-2’-Verhandlungen zu kommen, Verhandlungen aufzunehmen, die Gewalt einzustellen und eine akzeptable Form der künftigen Gestaltung des eigenen Staates und der Gewährleistung der Sicherheit für alle ethnischen und religiösen Gruppen zu finden“, betonte der russische Staatschef.

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