13:56 24 August 2016
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Russlands Außenamt besorgt über Angriffe auf orthodoxe Klöster in Ukraine

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Regelung der Krise in der Ukraine (2384)
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Nach dem erzwungenen Machtwechsel in der Ukraine zeigt sich das russische Außenministerium besorgt über die weitergehenden Ausschreitungen von Extremisten und warnt vor einer drohenden religiösen Konfrontation in dem osteuropäischen Land.

Nach dem erzwungenen Machtwechsel in der Ukraine zeigt sich das russische Außenministerium besorgt über die weitergehenden Ausschreitungen von Extremisten und warnt vor einer drohenden religiösen Konfrontation in dem osteuropäischen Land.

Die Extremisten in der Ukraine würden weiter straflos ihr Unwesen treiben, erklärte das Moskauer Außenamt am Mittwoch. Nach Angaben der Behörde wurden in den vergangenen Tagen das Kiewer Höhlenkloster sowie das Himmelfahrtskloster in Potschajew angegriffen, die für alle orthodoxen Christen sowohl in der Ukraine als auch in Russland heilig sind. Darüber hinaus gebe es immer mehr Gewaltandrohungen an die Geistlichen der ukrainischen Orthodoxen Kirche.

Diese Handlungen würden die ukrainische Gesellschaft noch tiefer spalten, warnte das russische Außenministerium. Die Behörde rief „alle vernünftigen Kräfte in der Ukraine“ auf, „eine weitere Degradation in der Ukraine zu verhindern und das Abgleiten in Richtung religiöser Konfrontation zu stoppen“.

In der Ukraine waren am 21. November Proteste ausgebrochen, nachdem die Regierung den Assoziierungsprozess mit der Europäischen Union ausgesetzt und den Kurs auf engere Beziehungen mit Russland angekündigt hatte. In der vergangenen Woche arteten die Proteste in schwere Zusammenstöße mit den Ordnungskräften aus. Dutzende wurden auf beiden Seiten getötet, Hunderte weitere verletzt.  Randalierer erstürmten Staatsgebäude und setzten Autos in Brand.

Am Freitag einigten sich Präsident Viktor Janukowitsch und Oppositionsführer auf Schritte zur Krisenlösung. Die Vereinbarung, die unter Vermittlung der Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens ausgehandelt wurde, sah unter anderem eine Verfassungsreform aber auch vorgezogene Präsidentschaftswahlen Ende dieses Jahres vor. Im Gegenzug sollten die Regierungsgegner, die seit drei Monaten in Kiew protestierten, ihre Waffen abgeben und die von ihnen besetzten Gebäude räumen.

Doch schon am Wochenende erklärte die Oberste Rada Präsident Janukowitsch für abgesetzt und bestimmte den Oppositionspolitiker Alexander Turtschinow zum Übergangspräsidenten. Auch setzte die Rada für den 25. Mai Präsidentenwahlen an und ernennte neue Minister.

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