17:59 26 Juli 2016
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Russlands Uno-Botschafter: Russland darf vertragsgemäß 25 000 Mann auf der Krim stationieren

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Die Zukunftsentscheidung auf der Krim (415)
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Gemäß dem Abkommen über die Schwarzmeerflotte darf Russland 25 000 Mann auf der Krim stationieren, teilte der russische Uno-Botschafter Vitali Tschurkin am Dienstag im Uno-Sicherheitsrat mit.

Gemäß dem Abkommen über die Schwarzmeerflotte darf Russland 25 000 Mann auf der Krim stationieren, teilte der russische Uno-Botschafter Vitali Tschurkin am Dienstag im Uno-Sicherheitsrat mit.

Damit nahm er zu den Worten des ukrainischen Kollegen Juri Sergejew Stellung, auf der Krim sei eine übermäßige Zahl von zusätzlichen russischen Militärangehörigen stationiert.

„In Übereinstimmung mit dem Abkommen, das wir zur Schwarzmeerflotte haben, dürfen dort 25 000 Mann stationiert werden“, sagte Tschurkin. „Sie operieren momentan so, wie sie dies für notwendig halten, um ihre Objekte zu schützen und extremistische Aktionen zu verhindern, die Leben und Gesundheit von Zivilisten gefährden können.“

„Unsere ukrainischen Kollegen mögen diese Aktionen für übermäßig halten, sie stehen aber im Einklang mit den Vorstellungen der Behörden der Autonomen Republik Krim“, betonte der russische Diplomat.

Zuvor hatte Russlands Vizeaußenminister Anatoli Antonow erklärt, dass die Russische Schwarzmeerflotte keine Bedrohung für die Lage in der Ukraine darstelle und sich mit der Kampfausbildung im Rahmen der russisch-ukrainischen Abkommen befasse.

Die Schwarzmeerflotte sei in strikter Übereinstimmung mit den russisch-ukrainischen Abkommen auf dem Territorium der Ukraine stationiert. Die Stationierungsorte, die die Kopfstärke und der Umfang der Ausrüstung der russischen Militäreinheiten stehen im Einklang mit dem entsprechenden Abkommen zwischen Russland und der Ukraine.

Auf die Anmerkung der Uno-Chefdelegierten der USA, die russischen Befürchtungen seien „erfunden“, sagte Tschurkin: „Es entsteht der Eindruck, dass Frau Power ihre gesamte Information aus dem US-Fernsehen schöpft. Natürlich, wenn man die Information aus dem amerikanischen Fernsehen schöpft, so war alles wirklich hervorragend: Es gab eine Woge von Demokratie, der böse Janukowitsch flüchtete, und die Demokraten kamen ohne jede Gewalt an die Macht.“

„Ich versuche, mir vorzustellen, was wäre geschehen, wäre Mitt Romney ins Weiße Haus eingezogen, während Präsident Obama nach Kalifornien verreist war. Was wäre geschehen, hätte der US-Kongress, in dem die Republikaner bekanntlich manchmal eine Mehrheit haben, schnell und unter Missachtung aller Prozeduren für Obamas Amtsenthebung gestimmt? Wie hätte die amerikanische Öffentlichkeit dies aufgenommen? Wäre dies demokratisch? Gerade das ist aber jetzt in der Ukraine geschehen“, so der russische Diplomat.

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