19:25 26 August 2016
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Putin: 22.000 ukrainische Soldaten mit S-300-Raketen zur Krim-Regierung gewechselt

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Die Zukunftsentscheidung auf der Krim (415)
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Nach dem erzwungenen Machtwechsel in Kiew sind auf der russisch geprägten ukrainischen Halbinsel Krim nach Angaben von Russlands Präsident Wladimir Putin 22.000 ukrainische Soldaten mit Luftabwehrraketen und anderen Waffen auf die Seite der regionalen Regierung übergelaufen.

Nach dem erzwungenen Machtwechsel in Kiew sind auf der russisch geprägten ukrainischen Halbinsel Krim nach Angaben von Russlands Präsident Wladimir Putin 22.000 ukrainische Soldaten mit Luftabwehrraketen und anderen Waffen auf die Seite der regionalen Regierung übergelaufen.

Der Versuch Bewaffneter vor einigen Tagen, das Parlament der Krim zu besetzen, habe bei den Bewohnern der Halbinsel tiefe Besorgung ausgelöst, teilte Putin am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Nowo-Ogarjowo bei Moskau mit. Man habe Angst vor Terroranschlägen und einem „Kiewer Szenario“ gehabt. „Deshalb hat die Krim-Bevölkerung Selbstverteidigungskomitees gebildet und alle Streitkräfte unter ihre Kontrolle gebracht.“

Laut Putin stehen „Dutzende Luftabwehr-Raketensysteme vom Typ S-300 und andere Waffen“ unter Kontrolle des Volkes der Krim. Rund 22.000 Soldaten seien übergegangen, ohne dass ein Schuss gefallen sei.

Die Lage auf der Krim hatte sich zugespitzt, nachdem das ukrainische Parlament (Oberste Rada) am 22. Februar die Verfassung geändert, Staatspräsident Viktor Janukowitsch für abgesetzt erklärt und den Oppositionspolitiker Alexander Turtschinow zum Übergangspräsidenten ernannt hatte. Janukowitsch flüchtete nach Russland und wies die Entscheidung als Staatsstreich zurück.

Die autonome Republik Krim hat die neue Macht in Kiew nicht anerkannt. In der Hauptstadt Simferopol, aber auch in Sewastopol gingen Tausende auf die Straße, um gegen die neue Führung in Kiew zu protestieren.

Der Regierungschef der Krim, Sergej Aksjonow, appellierte an den russischen Präsidenten Wladimir Putin um Hilfe beim Schutz des Friedens auf der Halbinsel. Putin beantragte beim Föderationsrat (Russlands Parlamentsoberhaus) die Zustimmung für einen Truppeneinsatz in der Ukraine, bis sich die politische Lage wieder normalisiert habe. Der Föderationsrat stimmte zu. Einen Befehl zum Truppeneinsatz gibt es bisher nicht. Bei einem Referendum am 30. März will die Krim über ihren künftigen politischen Status entscheiden.

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