15:42 24 August 2016
Radio
Politik

Wer stand hinter Maidan-Todesschützen? Russland fordert von OSZE Ermittlung

Politik
Zum Kurzlink
Regelung der Krise in der Ukraine (2385)
0727181

Russland ruft die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) auf, zu klären, wer die Scharfschützen auf den Dächern rund um den Kiewer Protest-Platz Maidan angeheuert hat. In einem abgehörten Gespräch hatte Estlands Außenminister angedeutet, dass die neue Regierung in Kiew damit zu tun haben könnte.

Russland ruft die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) auf, zu klären, wer die Scharfschützen auf den Dächern rund um den Kiewer Protest-Platz Maidan angeheuert hat. In einem abgehörten Gespräch hatte Estlands Außenminister angedeutet, dass die neue Regierung in Kiew damit zu tun haben könnte.

„Die jüngsten Angaben zu der so genannten Scharfschützen-Affäre können nicht mehr unter den Teppich gekehrt werden“, sagte Lawrow am Samstag in Moskau. „Wir haben vorgeschlagen, dass die OSZE eine objektive Ermittlung übernimmt. Wir wollen Gerechtigkeit erreichen.“

Nach Straßenschlachten mit Dutzenden Toten in Kiew hatte das ukrainische Parlament am 22. Februar die Verfassung geändert und Präsident Viktor Janukowitsch für abgesetzt erklärt. Die Oppositionsparteien, die davor monatelang in Kiew protestiert hatten, bildeten eine neue Regierung.

In einem Telefonat mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton erwähnte der estnische Außenminister Urmas Paet Ende Februar den Verdacht einer ukrainischen Aktivistin, dass die Schüsse auf Demonstranten und Berkut-Sondereinheit von denselben Scharfschützen abgegeben worden seien. Es gebe demnach mehr und mehr Hinweise, dass hinter den Mördern nicht Präsident Viktor Janukowitsch, sondern jemand von der neuen Koalition stehe, sagte Paet. Ein Mitschnitt des Telefonats wurde in dieser Woche ins Internet gestellt. Der estnische Außenminister gab seine Echtheit zu.

Themen:
Regelung der Krise in der Ukraine (2385)
GemeinschaftsstandardsDiskussion
via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
Top-Themen