06:46 24 August 2016
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Kiew will neu gebildete Nationalgarde in „kriminogen belasteten Gebieten“ einsetzen

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Die Führung in Kiew wird Einheiten der am Donnerstag aufgestellten Nationalgarde der Ukraine laut dem Ersten Vize-Premier der Ukraine, Vitali Jarema, voraussichtlich in den Osten und den Süden des Landes verlegen.

Die Führung in Kiew wird Einheiten der am Donnerstag aufgestellten Nationalgarde der Ukraine laut dem Ersten Vize-Premier der Ukraine, Vitali Jarema, voraussichtlich in den Osten und den Süden des Landes verlegen.  

„Wir werden Teilnehmer der Maidan-Bewegung und Formationen, die zum Schutz der nationalen Ordnung eingesetzt sind, in die Nationalgarde einladen. Die Angehörigen der Nationalgarde werden möglicherweise in den Osten und den Süden verlegt“, sagte Jarema am Donnerstag in Kiew zu RIA Novosti. 

Ihm zufolge sollen Nationalgardisten beim Schutz der ukrainisch-russischen Grenze eingesetzt werden. 
Die Nationalgarde der Ukraine war am Donnerstag aus Bereitschaftssoldaten unter Heranziehung von Teilnehmern der Maidan-Bewegung gebildet worden.

„Sobald die erforderliche Personalstärke erreicht wird und die Gardesoldaten (etwa in der Handhabung von Schusswaffen) ausgebildet werden, werden wir Abteilungen bilden und diese in kriminogen besonders belastete Regionen der Ukraine schicken“, so Jarema. 

Die Regierung prüfe derzeit Fragen der Finanzierung der Nationalgarde im Jahr 2014, die Besoldung solle - wie bei den Bereitschaftstruppen - vorerst 1500 bis 5000 Griwna betragen (1 US-Dollar entspricht 9,28 Griwna). 

Wie der Sekretär des Rates für nationale Sicherheit und Verteidigung der Ukraine, Andrej Parubij, zuvor Journalisten sagte, ist die Nationalgarde bereits 32 000 Mann stark. In den nächsten zwei Wochen würden voraussichtlich noch etwa 20 000 Mann mobilisiert, so Parubij.

Die Nationalgarde setzt sich vorwiegend aus Angehörigen der Bereitschaftstruppen des Innenministeriums zusammen. Die Kopfstärke der Nationalgarde soll rund 60 000 Mann betragen und kann notfalls auf Beschluss des Parlaments vergrößert werden. Der Chef der Nationalgarde wird vom Parlament auf Vorschlag des Präsidenten ernannt.

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