01:28 30 August 2016
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US-Milliardär Soros: Russland mit Ölpreis-Rückgang bestrafen

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Der bekannte amerikanische Großinvestor George Soros hat der US-Administration vorgeschlagen, Russland für die Krim-Eingliederung mit einer Senkung der Ölpreise zu bestrafen, meldet die Agentur Bloomberg am Freitag.

Der bekannte amerikanische Großinvestor George Soros hat der US-Administration vorgeschlagen, Russland für die Krim-Eingliederung mit einer Senkung der Ölpreise zu bestrafen, meldet die Agentur Bloomberg am Freitag.

Die härteste Sanktion gegen Russland wäre es Soros zufolge, wenn die USA einen Teil ihrer strategischen Ölreserven zum Verkauf anbietet würden. Das erhöhte Angebot würde die Preise auf dem Ölmarkt nach unten drücken, als Folge würden die Einnahmen des russischen Staatshaushalts sinken, erklärte Soros am Freitag in Berlin.

Um seinen Etat auszugleichen, brauche Russland einen Ölpreis von mehr als 100 US-Dollar pro Barrel, fügte er an.

Die strategische Erdöl-Reserve der USA umfasst insgesamt 700 Millionen Barrel, die in vier Speichern in Louisiana gelagert werden. Der Umfang soll nach Einschätzung des US-Energieministeriums ausreichen, um den Inlandsbedarf bei einem eventuellen Importstopp 75 Tage lang abzudecken.

Vorige Woche hatten die USA auf Beschluss von Präsident Barack Obama  erstmals seit fast einem Vierteljahrhundert ihre Ölreserve angezapft: Bei einem „Test-Verkauf“ wurden fünf Millionen Barrel Öl veräußert.

Experten der zu RIA-Novosti- Gruppe gehörenden Agentur Prime bezeichneten die Aktion als Einschüchterung, um die Möglichkeiten der US-Administration vorzuführen, die Ölpreise nach unten zu drücken.

Gegenwärtig ist Russland der größte Ölproduzent der Welt. Nach Angaben des russischen Statistikamtes Rosstat förderte Russland im Januar 2014 täglich 10,343 Millionen Barrel Öl. In Saudi-Arabien, dem zweitgrößten Ölförderer, waren es lediglich 9,628 Millionen Barrel.

Wertmäßig macht das Öl 34,4 Prozent des gesamten russischen Exports aus. Rund die Hälfte der Staatshaushaltseinnahmen wird durch den Gasexport gesichert. 
Als Grundlage bei der Berechnung des russischen Staatshaushalts für 2014 galt ein Barrelpreis Preis von 93 US-Dollar.

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