23:33 29 August 2016
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Stromsperre für die Halbinsel Krim

Ukraine schaltet Strom ab - Krim spricht von Erpressung

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Politik
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Die Zukunftsentscheidung auf der Krim (415)
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Der Krim-Vizepremier Rustam Temirgalijew hat die Kürzung der ukrainischen Energielieferungen an die Krim als Versuch einer unbegründeten Erpressung bezeichnet und betont, dass die Halbinsel keine Schulden hat.

Der Krim-Vizepremier Rustam Temirgalijew hat die Kürzung der ukrainischen Energielieferungen an die Krim als Versuch einer unbegründeten Erpressung bezeichnet und betont, dass die Halbinsel keine Schulden hat.

Zuvor hatte Temirgalijew mitgeteilt, dass das ukrainische Unternehmen Ukrenergo den Umfang der an die Halbinsel gelieferten Elektroenergie um 50 Prozent gesenkt hätte und in der Republik geplante Abschaltungen von Objekten vorgenommen würden.

„Die Verringerung der Stromlieferungen ist ein Versuch Kiews, die Russische Föderation wegen der Krim zu erpressen, um sich etwas auszuhandeln. Wir haben keine Verschuldung. Es gibt keinerlei Gründe für die Abschaltungen“, so der Vizepremier zu Kriminform.

Seinen Worten nach war die Krim auf eine solche Entwicklung gefasst. „Wir werden beim Stromverbrauch sparen. Aber bei uns wird es sicherlich keine Katastrophe bzw. Krise geben. Im schlimmsten Fall werden wir zur Stundenstromzuführung übergehen. Den größeren Teil der Probleme werden wir innerhalb von anderthalb Monaten lösen“, äußerte der Vizepremier.

Er gab an, dass die Kürzung der Energielieferungen der letzte Hebel des Einflusses auf die Krim-Einwohner sei, den Kiew in seinem Arsenal habe.

„Außer der Stromabschaltung hat die Ukraine keine anderen Methoden, uns zu beeinflussen. Dieser Schritt kann lediglich als Bumerang auf Kiew zurückschlagen“, sagte Temirgalijew.

Der russische Minister für die Regionen, Igor Sljunjajew, hatte früher mitgeteilt, dass die Halbinsel zu 80 Prozent vom Stromimport abhänge, aber seiner Überzeugung Ausdruck gegeben, dass die ukrainischen Behörden nicht zum Provozieren einer humanitären Krise übergehen würden.

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