09:17 30 August 2016
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Deutsche Experten über Lieferstopp für Airbus-Technik an Russland erstaunt

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Sanktionen gegen Russland (847)
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Deutsche Experten sind über Meldungen erstaunt, wonach die Bundesbehörden die Gewährung von Lizenzen an den Konzern Airbus Group für die Ausfuhr satellitengestützter Such- und Rettungssysteme nach Russland verschoben hatten.

Deutsche Experten sind über Meldungen erstaunt, wonach die Bundesbehörden die Gewährung von Lizenzen an den Konzern Airbus Group für die Ausfuhr satellitengestützter Such- und Rettungssysteme nach Russland verschoben hatten.

„Über diesen Großdeal wird seit vier Jahren verhandelt“, sagte der Direktor des Berthold-Beitz-Zentrums der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), Ewald Böhlke, am Samstag in einem Gespräch mit RIA Novosti. Er sei über die jüngste Meldung von Bloomberg Businessweek mehr als erstaunt, wonach die Gewährung der Exportlizenz für dieses Systeme wegen der Ukraine-Position Russlands bis auf weiteres verschoben wurde. Der Deal wird von Fachleuten auf rund 700 Millionen Euro geschätzt. 

Am vergangenen Donnerstag habe er am Rande eines Forums in Berlin mit Vertretern von Airbus Group gesprochen, fuhr Böhlke fort. Dabei seien Exportbeschränkungen für Russland nicht einmal angedeutet gewesen. „Der Westen hatte zuvor erklärt, dass neue Wirtschaftssanktionen erst verhängt werden, wenn die Spannungen weiter eskalieren und Russland zum Beispiel nach (der Einverleibung) der Krim irgendwelche Schritte in der Ostukraine unternehmen wird, was bislang aber nicht der Fall ist“, sagte der Osteuropa-Experte.

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