06:20 31 August 2016
Radio
Politik

Ukraine-Krise: Sonderpolizei in Donezk geht auf Seite der Protestierer über

Politik
Zum Kurzlink
Entwicklung in Ostukraine (2318)
08400

Ein Teil der Sonderpolizei in der ostukrainischen Stadt Donezk hat einen Einsatz in benachbarten Slawjansk verweigert, wo Anhänger der Föderalisierung der Ukraine die örtliche Polizeizentrale und den Stadtrat besetzt halten. Das meldete ein RIA-Novosti-Korrespondent am Samstag vor Ort.

Ein Teil der Sonderpolizei in der ostukrainischen Stadt Donezk hat einen Einsatz in benachbarten Slawjansk verweigert, wo Anhänger der Föderalisierung der Ukraine die örtliche Polizeizentrale und den Stadtrat besetzt halten. Das meldete ein RIA-Novosti-Korrespondent am Samstag vor Ort.

Sie unterstützten die Forderungen der Demonstranten und würden Befehle ihres Kommandos ignorieren, sagte ein Angehöriger der Sondereinheit. Mittlerweile trafen die Polizisten zu Verhandlungen vor dem Gebäude der Donezker Abteilung des Innenministeriums zu Verhandlungen ein. „Wir werden friedliche Bürger nicht auseinandertreiben. Wir wollen nicht, dass wir wie auf dem Maidan behandelt werden“, sagte ein Polizist. „Wir werden nicht auf Kiew hören, weil wir nicht wissen, wer von den Machthabern legitim ist“, hieß es.

Es geht um die Sicherheitskräfte aus der ehemaligen Spezialeinheit „Berkut“ (Steinadler), die nach dem Umsturz in Kiew aufgelöst wurde. Den „Berkut“-Leute wird unter anderem zur Last gelegt, auf Demonstranten auf dem Kiewer Unabhängigkeitsplatz (Maidan) geschossen zu haben. Während der blutigen Ausschreitungen in der ukrainischen Hauptstadt waren im vergangenen Februar rund 100 Menschen ums Leben gekommen.

Themen:
Entwicklung in Ostukraine (2318)
Top-Themen