16:55 30 Juli 2016
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Medien: Aktivisten bringen Stadtrat von Mariupol unter ihre Kontrolle

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Regelung der Krise in der Ukraine (2377)
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Anhänger einer Föderalisierung der Ukraine haben am Sonntag im südöstlichen Mariupol den Stadtrat besetzt und auf dem Gebäude die Flagge der selbstproklamierten „Donezker Republik“ gehisst, berichtet das Nachrichtenportal i24.com.ua.

Anhänger einer Föderalisierung der Ukraine haben am Sonntag im südöstlichen Mariupol den Stadtrat besetzt und auf dem Gebäude die Flagge der selbstproklamierten „Donezker Republik“ gehisst, berichtet das Nachrichtenportal i24.com.ua.

Die Aktivisten bauen vor dem besetzten Stadtrat Barrikaden aus Autoreifen, Müllcontainern und Säcken mit Sand. Vor der Besetzung hatten bis zu eintausend Menschen vor dem Gebäude demonstriert, wie die ukrainischen Nachrichtenagentur Unian meldet. Mariupol mit fast einer halben Million Einwohnern liegt an der Küste des Asowschen Meeres, rund 100 km südlich von der Protesthochburg Donezk.

Auch in der Ortschaft Jenakijewo, rund 30 km nordöstlich von Donezk, haben pro-russische Aktivisten in der Nacht zum Sonntag laut ukrainischen Medien die Gebäude der Stadtverwaltung, der Polizei und der Staatsanwaltschaft besetzt.

Die politische Krise in der Ukraine war eskaliert, nachdem die prowestliche Opposition im Februar den prorussischen Staatschef Viktor Janukowitsch gestürzt und eine Übergangsregierung gestellt hatte. Von Russen dominierte Gebiete im Osten und Süden der Ukraine haben die neue, von Nationalisten geprägte Regierung in Kiew nicht anerkannt.

In Donezk, Charkow, Lugansk und andere Städten demonstrierten Tausende Menschen für eine Föderalisierung der Ukraine. Aktivisten besetzten Verwaltungsgebäude und bauten Barrikaden. Die Schwarzmeer-Halbinsel Krim spaltete sich nach einem Referendum von der Ukraine ab und trat Russland bei. Mehrere östliche Regionen riefen „Volksrepubliken“ aus. Daraufhin verlegte die Kiewer Regierung loyale Sicherheitskräfte aus dem Westen des Landes in die Unruhegebiete.

Am Sonntagmorgen befahl der ukrainische Innenminister Arsen Awakow einen bewaffneten Einsatz gegen die Demonstranten in Slawjansk, die am Tag davor mehrere Verwaltungsgebäude unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Schon wenige Stunden später informierte der Minister von „Toten und Verletzten auf beiden Seiten“.

 

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