01:40 26 August 2016
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Zeuge: Provokantes Video mit „russischem Oberstleutnant“ von Maidan-Aktivist gedreht

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Anhänger der Föderalisierung der Ukraine suchen nach Autoren eines in der Stadt Gorlowka bei Donezk im Osten des Landes gedrehten provokanten Videos. Das teilte der Koordinator der Bewegung Russischer Sektor-Ukraine, Wladimir Karassjow, am Montag RIA Novosti mit.

Anhänger der Föderalisierung der Ukraine suchen nach Autoren eines in der Stadt Gorlowka bei Donezk im Osten des Landes gedrehten provokanten Videos. Das teilte der Koordinator der Bewegung Russischer Sektor-Ukraine, Wladimir Karassjow, am Montag RIA Novosti mit.

„Auf dem Video spricht ein Mann, der sich als ‚Oberstleutnant der russischen Armee‘ vorgestellt hat, vor Angehörigen der örtlichen Polizei in Gorlowka nach der Besetzung des Polizeireviers durch die Kräfte der Selbstverteidigung. Der Abgeordnete des Stadtrates von Odessa und Mitglied der Partei UDAR Alexej Gontscharenko, der sich vor Ort befand, gab zu, dass das Video vom Maidan-Aktivisten Alexej Krawzow gedreht wurde“, fuhr Karassjow fort.

Dieses provokante Video sei gemacht worden, damit die Junta in Kiew es der EU und den NATO-Partnern als Beweis dafür präsentieren könnte, dass die Russische Föderation derzeit in der Ukraine interveniere. „Dieses Video soll eine mögliche Aggression der ukrainischen Armee gegen das eigene Volk rechtfertigen“, sagte Karassjow.

Auf dem Video ist zu sehen, wie der „Oberstleutnant der russischen Armee“ in Tarnuniform Polizisten von Gorlowka Befehle erteilt und sie von der Ernennung einer neuen Polizeiführung in Kenntnis setzt. Das Video erschien im Internetportal dumskaya.net, mit dem Krawzow kooperiert. Das Portal gehört dem oben genannten Gontscharenko, der in der Ukraine als Autor mehrerer politischer Provokationen bekannt ist.

Gontscharenko bestätigte RIA Novosti in einem Telefongespräch, dass das Video von Krawzow gedreht wurde. „Ich stand daneben und sah mit eigenen Augen, wie die Anhänger der Föderation die Polizeizentrale von Gorlowka unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Ich war dort“, versicherte Gontscharenko.

Karassjow wies ein weiteres Mal darauf hin, dass es sich um eine Provokation handelt. „Im Südosten der Ukraine gibt es keine russischen Truppen, keinen einzigen russischen Soldaten. Alle Demonstranten sind Bürger der Ukraine mit ukrainischem Pass, ebenso wie die Protestierer mit Schusswaffen. In den südöstlichen Gebieten der Ukraine gibt es keine Sturmeinheiten der russischen Armee“, sagte der Koordinator.

Zuvor hatte der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU ein Video verbreitet, auf dem vermeintliche Mitarbeiter der russischen Militäraufklärung GRU die Ergebnisse einer Operation bei der Stadt Slawjansk erörtern sowie von der nötigen Personalstärke und vom Munitionsnachschub sprechen. Das russische Verteidigungsministerium bezeichnete das Video als eine Fälschung.

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