11:11 30 Juli 2016
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Bulgariens Außenminister Wigenin entsetzt über Massaker von Odessa

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Entwicklung in Ostukraine (2318)
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Bulgariens Außenminister Kristian Wigenin hat die jüngste Entwicklung im südukrainischen Odessa als „ungeheuerlich“ bezeichnet und von Kiew gefordert, paramilitärische Gruppen zu entwaffnen. „Die ukrainischen Behörden haben die eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen und den Einfluss rechtsradikaler Ultranationalisten einzuschränken“, erklärte der Minister am Samstag in einem Interview für den Radiosender BNR.

Bulgariens Außenminister Kristian Wigenin hat die jüngste Entwicklung im südukrainischen Odessa als „ungeheuerlich“ bezeichnet und von Kiew gefordert, paramilitärische Gruppen zu entwaffnen. „Die ukrainischen Behörden haben die eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen und den Einfluss rechtsradikaler Ultranationalisten einzuschränken“, erklärte der Minister am Samstag in einem Interview für den Radiosender BNR.

Sofia bestehe darauf, dass die Regierung in Kiew ihre (aus dem Genfer Abkommen) resultierenden Verpflichtung strikt erfülle. „Wir bestehen auf einer umfassenden Ermittlung ohne Rücksicht auf die Mörder.“ „Die Gewährleistung von Ordnung ist letztendlich eine Pflicht der Kiewer Regierung. Die Ermittlung soll zeigen, wer sich für das Geschehene verantworten wird“, sagte Wigenin.

Am Freitagabend hatten die Radikalen aus dem sogenannten Rechten Sektor einige Dutzend Anhänger der Föderalisierung in der Ukraine im Gewerkschaftshaus von Odessa blockiert und mit Molotow-Cocktails beworfen. Rund 40 Menschen starben in den Flammen oder beim Sprung aus dem Gebäude. Insgesamt kamen bei den Ausschreitungen in Odessa 46 Menschen ums Leben.

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