03:31 24 August 2016
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Gefechte in Donezk: 33 Freiwillige aus Russland getötet

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Unter den Angehörigen der Volkswehr, die am Montag bei dem Gefecht um den Flughafen Donezk getötet worden sind, sind 33 Freiwillige aus Russland, wie der „Premierminister“ der nicht anerkannten „Donezker Volksrepublik“, Alexander Borodaj, am Donnerstag mitteilte.

Unter den Angehörigen der Volkswehr, die am Montag bei dem Gefecht um den Flughafen Donezk getötet worden sind, sind 33 Freiwillige aus Russland, wie der „Premierminister“ der nicht anerkannten „Donezker Volksrepublik“, Alexander Borodaj, am Donnerstag mitteilte.

„Alle Getöteten sind identifiziert. Heute schicken wir 33 Leichen an die Angehörigen“, sagte Borodaj.

Die Armee und die Volkswehr hatten sich am Montag erbitterte Gefechte um den Flughafen Donezk geliefert. Die Kiew-treuen Truppen setzten Hubschrauber und Gefechtsflugzeuge ein und konnten den Flughafen unter ihre Kontrolle bringen. Die Volkswehr berichtete von 50 Todesopfern auf ihrer Seite. Fast eben so viele Todesopfer soll es unter den Zivilisten gegeben haben.

Nach Angaben der Volkswehr attackierte die ukrainische Armee zwei Krankentransporte und tötete 15 Menschen. Augenzeugen bestätigten, dass zwei Kamaz-Lkw, die Verletzte transportierten, sowohl vom Boden als auch aus der Luft angegriffen wurden. Laut der Volkswehr liegen Dutzende Leichen noch immer am Flughafen. Die ukrainische Nationalgarde eröffne das Feuer, wenn man versuche, die Leichen abzuholen. Im Leichenhaus befinden sich rund 15 Ortsbewohner, die auf der Seite der Volkswehr gekämpft haben.

Die jetzige ukrainische Übergangsregierung, die nach dem Februar-Umsturz an die Macht gekommen ist, schickte im April Truppen in die östlichen Regionen Donezk und Lugansk, die den Machtwechsel und die neue, nationalistisch geprägte Regierung in Kiew nicht anerkannt haben. In vielen östlichen Städten demonstrierten tausende Menschen für ein Referendum und eine Föderalisierung der Ukraine. Regimegegner besetzten Verwaltungsgebäude, bauten Barrikaden und riefen „Volksrepubliken“ aus. Bei den noch immer andauernden Gefechten zwischen Regierungstruppen und der Volkswehr gibt es auf beiden Seiten zahlreiche Tote und Verletzte. Die Regierung setzt Panzer, Hubschrauber und Flugzeuge ein.

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