15:08 30 August 2016
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Moskau: Westen leugnet humanitäre Probleme in Ukraine

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Entwicklung in Ostukraine (2318)
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Der Westen greift zur Doppelmoral, indem er die humanitären Probleme in der kriegsgebeutelten Ukraine leugnet. Damit kommentierte das Moskauer Außenamt die ablehnende Haltung westlicher Staaten zum russischen Entwurf einer Ukraine-Resolution im UN-Sicherheitsrat.

Der Westen greift zur Doppelmoral, indem er die humanitären Probleme in der kriegsgebeutelten Ukraine leugnet. Damit kommentierte das Moskauer Außenamt die ablehnende Haltung westlicher Staaten zum russischen Entwurf einer Ukraine-Resolution im UN-Sicherheitsrat.

Der Entwurf, den Russland im UN-Sicherheitsgremium unterbreitet hat, fordert dazu auf, die Gewalt im Osten der Ukraine zu stoppen und den Zivilisten Fluchtmöglichkeiten aus den umkämpften Gebieten zu geben. Der russische Entwurf ziele auf keine Konfrontation, sondern auf rein humanitäre Zwecke ab, sagte Außenamtssprecher Alexander Lukaschewitsch am Donnerstag in Moskau.

„Dennoch ist dieses Dokument bei den westlichen Mitgliedern des Weltsicherheitsrats auf strikte Ablehnung gestoßen. Laut ihnen gibt es im Osten der Ukraine keine humanitären Probleme. Dieses Herangehen zeugt klar davon, dass der Westen Doppelstandards anwendet.“ Dennoch gebe Moskau nicht auf, so Lukaschewitsch weiter. „Unser Projekt ist weiter auf dem Verhandlungstisch im UN-Sicherheitsrat.“

In den vergangenen Tagen hat die ukrainische Armee ihre Offensive gegen Regierungsgegner im Osten des Landes intensiviert. Die Artillerie beschoss Wohnviertel, die Luftwaffe flog Bombenangriffe. In angrenzenden Regionen Südrusslands treffen täglich Tausende Flüchtlinge aus der Ukraine ein. Russland fordert sichere Fluchtkorridore für die Zivilisten in den umkämpften ukrainischen Gebieten.

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