12:10 29 Juli 2016
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Donezker Politiker: Waffenruhe muss mit Einrichtung humanitärer Korridore einhergehen

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Der Beschluss über den Waffenstillstand im Osten der Ukraine muss nach Ansicht von Andrej Purgin, Erster Vizepremier der selbsterklärten Volksrepublik Donezk, mit der Einrichtung humanitärer Korridore einhergehen.

Der Beschluss über den Waffenstillstand im Osten der Ukraine muss nach Ansicht von Andrej Purgin, Erster Vizepremier der selbsterklärten Volksrepublik Donezk, mit der Einrichtung humanitärer Korridore einhergehen.

„Slawjansk befindet sich in einer totalen Blockade“, sagte er am Donnerstag in einem Gespräch mit RIA Novosti. Der Volkswehr-Chef der Stadt, Igor Strelkow, „muss Korridore herstellen, um zumindest die Lebensmittelversorgung der Stadt zu sichern.“

„Ohne humanitäre Korridore ist die Waffenruhe nicht möglich“, fügte er hinzu.

Der Politiker verwies darauf, dass die Führung der Donezker Volksrepublik die Übergabe der Kontrolle über die Grenze mit Russland an Kiew als unmöglich betrachtet. „Dies ist unser humanitärer Korridor. Auf der Seite des Gebiets Rostow sammeln sich große Mengen an Hilfsgütern an. Sollte Kiew die Versorgung abschneiden, wird es für uns nicht akzeptabel sein“, sagte er.

Zugleich wäre Donezk damit einverstanden, dass ukrainische Grenzsoldaten die Papierkontrolle an der Grenze ausführen.

Purgin betonte, dass die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk einen Gefangenenaustausch „alle gegen alle“ vorschlagen. Darüber hinaus wären Donezk und Lugansk dafür, dass 300 bis 400 OSZE-Beobachter an der Berührungslinie zwischen den Konfliktseiten sowie an der ukrainisch-russischen Grenze stationiert werden.

Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hatte am Donnerstag eine erneute Waffenruhe in der Ostukraine nicht ausgeschlossen, diese aber von der Ausführung einer Reihe von Vorbedingungen abhängig gemacht.

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