16:12 31 August 2016
Radio
Politik

Lawrow warnt selbst vor Gedanken an einen Angriff auf Krim

Politik
Zum Kurzlink
Die Zukunftsentscheidung auf der Krim (415)
01600

Außenminister Sergej Lawrow hat am Mittwoch gewarnt, einen bewaffneten Überfall auf die Schwarzmeerhalbinsel Krim zu erwägen, die sich im März von der Ukraine abgetrennt hat und zu Russland beigetreten ist.

Außenminister Sergej Lawrow hat am Mittwoch gewarnt, einen bewaffneten Überfall auf die Schwarzmeerhalbinsel Krim zu erwägen, die sich im März von der Ukraine abgetrennt hat und zu Russland beigetreten ist.

„Dies würde ich niemandem raten. Wir haben eine Doktrin der nationalen Sicherheit, die die Handlungen festlegt, die in einem solchen Fall zu unternehmen sind“, sagte Lawrow in Moskau nach einem Treffen mit der italienischen Außenministerin Federica Mogherini.

Die Krim hatte seit 1783 zu Russland gehört, bevor der sowjetische Staatschef Nikita Chruschtschow 1954 die Halbinsel symbolisch von der Russischen Sowjetrepublik an die Ukrainische Sowjetrepublik – beide im Bestand der Sowjetunion – „schenkte“. Nach dem Zerfall der Sowjetunion im Dezember 1991 blieb die von Russen dominierte Krim automatisch in der Ukraine.

Am 16. März 2014 stimmte die Krim-Bevölkerung in einem Referendum mehrheitlich für eine Abspaltung von der Ukraine und für eine Wiedervereinigung mit der Russischen Föderation. Zwei Tage später unterzeichneten der russische Präsident Wladimir Putin und die Regierung der Krim einen Vertrag über die Aufnahme dieser ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel und der Stadt Sewastopol in die Russische Föderation. Der Anlass für das Referendum war der Februar-Umsturz in Kiew, bei dem die Opposition Präsident Viktor Janukowitsch entmachtet und eine von Nationalisten geprägte Regierung gestellt hatte.

Die Regierung in Kiew betrachtet die Krim noch immer als ihr Hoheitsgebiet. Auch die westlichen Staaten erkennen den Beitritt der von Russen dominierten Schwarzmeerhalbinsel zu Russland nicht an und haben als Strafmaßnahme Einreiseverbote und Kontensperrungen gegen Dutzende russische Politiker und Unternehmer sowie Sanktionen gegen russische Unternehmen verhängt.

Themen:
Die Zukunftsentscheidung auf der Krim (415)
GemeinschaftsstandardsDiskussion
via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
Top-Themen