20:45 30 Juli 2016
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Wiedervereinigung der Krim mit Russland

Drohungen aus Kiew lassen Krim kalt: „Wir wollen keinen Krieg“

© Sputnik/ Andrei Iglov
Politik
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Die Zukunftsentscheidung auf der Krim (415)
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Die Krim, die sich im März von der Ukraine abgespaltet und mit Russland wiedervereinigt hat, nimmt Drohungen aus Kiew nicht ernst. Der Republikchef Sergej Aksjonow glaubt an die Fähigkeit Russlands, die Halbinsel zu schützen.

Die Krim, die sich im März von der Ukraine abgespaltet und mit Russland wiedervereinigt hat, nimmt Drohungen aus Kiew nicht ernst. Der Republikchef Sergej Aksjonow glaubt an die Fähigkeit Russlands, die Halbinsel zu schützen.

Der neue ukrainische Verteidigungsminister Valeri Geletej hatte in der vorigen Woche gedroht, eine ukrainische „Siegesparade in Sewastopol", der größten Stadt der Krim, durchzuführen. Medien berichteten, dass die ukrainische Armee Kriegstechnik an der Grenze zur Krim zusammenziehe. Spekulationen über einen möglichen Militäreinsatz Kiews auf der Krim setzten ein.

„Ich bin überzeugt: Sowohl die Kirm-Bevölkerung als auch die Russische Föderation sind in der Lage,  ihre Unabhängigkeit zu verteidigen“, kommentierte Aksjonow am Samstag in Simferopol. Wer sich für „Dummheiten“ entscheiden sollte, der würde eine „starke Abfuhr“ erhalten. „Wir wollen kategorisch keinen Krieg. Und ich bin überzeugt, dass es auch keinen geben wird“, betonte Aksjonow. Er appellierte an das ukrainische Volk, „gesunden Menschenverstand“ an den Tag zu legen. „Es wäre unnatürlich und dumm, verbrecherische Befehle  zu erfüllen, die sich gegen den Willen der Krim-Bevölkerung richten, die ihre Wahl getroffen haben.“

Die Krim hatte seit 1783 zu Russland gehört, bevor der sowjetische Staatschef Nikita Chruschtschow 1954 die Halbinsel symbolisch von der Russischen Sowjetrepublik an die Ukrainische Sowjetrepublik – beide im Bestand der Sowjetunion – „schenkte“. Nach dem Zerfall der Sowjetunion im Dezember 1991 blieb die von Russen dominierte Krim automatisch in der Ukraine.

Am 16. März 2014 stimmte die Krim-Bevölkerung in einem Referendum mehrheitlich für eine Abspaltung von der Ukraine und für eine Wiedervereinigung mit der Russischen Föderation. Zwei Tage später unterzeichneten der russische Präsident Wladimir Putin und die Regierung der Krim einen Vertrag über die Aufnahme dieser ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel und der Stadt Sewastopol in die Russische Föderation. Der Anlass für das Referendum war der Februar-Umsturz in Kiew, bei dem die Opposition Präsident Viktor Janukowitsch entmachtet und eine von Nationalisten geprägte Regierung gestellt hatte.

Die Regierung in Kiew betrachtet die Krim noch immer als ihr Hoheitsgebiet. Der neue Präsident Pjotr Poroschenko versprach nach seinem Wahlsieg im Mai die Halbinsel in die Ukraine zurückzuholen.

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