20:42 27 August 2016
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Kerry an Lawrow: Russland muss Waffenlieferungen an Milizen in Ostukraine stoppen

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US-Verteidigungsminister John Kerry hat Moskau in einem Telefongespräch mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow aufgefordert, die Waffenlieferungen an die Milizen in der Ostukraine zu stoppen. Kerry akzeptierte Lawrows Antwort, dass Russland keine Waffen liefere, nicht.

US-Verteidigungsminister John Kerry hat Moskau in einem Telefongespräch mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow aufgefordert, die Waffenlieferungen an die Milizen in der Ostukraine zu stoppen. Kerry akzeptierte Lawrows Antwort, dass Russland keine Waffen liefere, nicht. 

Der US-Außenminister bekräftigte „unsere Unterstützung der von der OSZE bestätigten beiderseitigen Feuerpause sowie unseren Beistand für die internationale Ermittlung der Fakten zum Flug MH17“, teilte das US-Außenamt am Sonntag mit. 

Kerry rief Lawrow zudem auf, „den Strom schwerer Waffen sowie den Raketen- und Artilleriebeschuss der Ukraine von Russland aus einzustellen sowie damit zu beginnen, zur Deeskalation des Konfliktes beizutragen“. 
Lawrow wiederholte die von Russland bereits mehrmals abgegebene Erklärung, es liefere keine Waffen an die Volkswehr, hieß es. Kerry akzeptierte diese Erklärung jedoch nicht.

Die Minister erörterten außerdem die jüngsten Reisen von Kerry in den Nahen Osten und nach Paris zur Vermittlung einer Feuereinstellung zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas.

Am Sonntagabend hatte Russlands Außenamt mitgeteilt, dass sich Lawrow und Kerry „bei allen Unterschieden in den Einstellungen darauf einigten, dass es wichtig ist, einen sofortigen Feuerstopp in der Zone des innerukrainischen Konflikts sowie die Aufnahme von Verhandlungen zwischen den verfeindeten Kräften zu erreichen“.

Außerdem forderte Lawrow Kerry auf, „seine Befehlsempfänger anzuweisen, den OSZE-Beobachtern bei ihrer Arbeit an der russisch-ukrainischen Grenze keine Hindernisse in den Weg zu legen“. 

Eine Woche zuvor hatten die Minister „ihre Einschätzungen und Meinungen ausgetauscht und im Wichtigsten übereingestimmt: Es ist notwendig, eine absolut unvoreingenommene, unabhängige und offene internationale Ermittlung zur Katastrophe des malaysischen Jets zu gewährleisten“.

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