12:49 30 August 2016
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Kiew bestätigt: Ausländer nehmen an Militäreinsatz in Ost-Ukraine teil

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Entwicklung in Ostukraine (2318)
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Die ukrainischen Behörden haben erstmals zugegeben, dass an dem Militäreinsatz gegen Regierungsgegner im Osten des Landes ausländische Soldaten teilnehmen.

Die ukrainischen Behörden haben erstmals zugegeben, dass an dem Militäreinsatz gegen Regierungsgegner im Osten des Landes ausländische Soldaten teilnehmen.

„Vertreter aus anderen Staaten nehmen an der Anti-Terror-Operation teil“, bestätigte Alexej Dmitraschowski, Presseoffizier der Kiewer Militäroperation, am Mittwoch. Auf der Seite der Regierungsarmee kämpfen ihm zufolge Bürger von Italien, Georgien, Weißrussland und sogar von Russland. Dmitraschowski bestritt, dass die ukrainische Armee ausländische Panzer und andere Waffen einsetzt. „Ausländer stellen nur Infrarotsichtgeräte und optische Ausrüstungen zur Verfügung.“ Zuvor hatten das ukrainische Außenministerium und der Auslandsgeheimdienst behauptet, dass an dem Sondereinsatz im Osten keine ausländischen Soldaten beteiligt seien.

Die Gefechte zwischen Armee und Milizen in der Ost-Ukraine dauern seit April an. Die nationalistisch geprägte Übergangsregierung, die im Zuge des Februar-Umsturzes die Macht in Kiew übernommen hatte, hatte Truppen in die östlichen Industrie-Regionen Donezk und Lugansk geschickt, weil diese den Machtwechsel nicht anerkannt und „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei den Gefechten setzte die Regierungsarmee Panzer, Kampfjet und Artillerie ein. Nach übereinstimmenden Angaben der UN-Menschenrechtsbehörde und der Weltgesundheitsorganisation von Ende Juli sind seit Kriegsbeginn 1129 Zivilisten in der Ukraine getötet und 3442 weitere verletzt worden. Zudem gibt es in der Ost-Ukraine mehr als 170.000 Inlandsvertriebene.

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