19:47 25 Juli 2016
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Pentagon „verdoppelt“ russische Truppen an ukrainischer Grenze über Nacht

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Entwicklung in Ostukraine (2318)
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Das russische Verteidigungsministerium hat die jüngsten Mitteilungen des Pentagon und der Nato, laut denen das russische Truppenaufgebot an der ukrainischen Grenze von heute auf morgen auf das Doppelte gewachsen sein soll, als Fantasien zurückgewiesen. Ein solches Manöver ist nach Angaben des Ministeriums technisch nicht möglich.

Das russische Verteidigungsministerium hat die jüngsten Mitteilungen des Pentagon und der Nato, laut denen das russische Truppenaufgebot an der ukrainischen Grenze von heute auf morgen auf das Doppelte gewachsen sein soll, als Fantasien zurückgewiesen.  Ein solches Manöver ist nach Angaben des Ministeriums technisch nicht möglich.

„Erst gestern hat Pentagon-Sprecher John Kirby über eine 10.000-köpfige russische Truppengruppe an der Grenze zur Ukraine berichtet. Kurz danach sprach der stellvertretende Nato-Generalsekretär Alexander Vershbow schon von 20.000 russischen Soldaten“, sagte General Igor Konaschenkow, Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, am Mittwoch in Moskau. „Wir möchten speziell für die offiziellen Vertreter des Pentagons und der Nato erklären, dass ein derartiges Manöver einer vieltausendköpfigen Truppengruppe mit Waffen und Kriegsgerät in einer so kurzen Zeit und unauffällig für die OSZE-Beobachter, die sich in der Region aufhalten, unmöglich ist.“

Die Pressesprecher des Pentagon, des US State Departments und der Nato „tun dem russischen Verteidigungsministerium leid“, denn sie müssten bei ihren Auftritten „immer improvisieren, um ihren Statements den Eindruck des Ernstes zu vermitteln“, sagte Konaschenkow weiter. „Um den Vertretern des Pentagon und des State Departments zu helfen und Unterstellungen über eine ‚russische militärische Bedrohung‘ auszuschließen“, sei das russische Verteidigungsministerium bereit, „in sozialen Netzwerken und auf Videoplattformen spezielle Accounts anzulegen, um objektive Informationen über die russischen Streitkräfte an die US-Geheimdienste heranzutragen.“

Die Ukraine und westliche Staaten hatten Russland bereits mehrmals vorgeworfen, Truppen an der ukrainischen Grenze zusammenzuziehen. Belege dafür wurden jedoch keine vorgelegt. Russland weist die Vorwürfe zurück. Auch internationale Inspektionsteams, die die russische Truppenstationierung entlang der Grenze achtmal kontrolliert haben, haben keine Verstöße gemeldet. Im Juli empfahl das russische Verteidigungsministerium den US-Spionagediensten, sich nicht nur aus sozialen Netzwerken zu informieren.

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