13:55 24 August 2016
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Putin: Viele in Europa wollen Ende des Sanktionskrieges

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Viele Menschen in Europa wollen laut Russlands Präsident Wladimir Putin ein schnelles Ende der Sanktionen, die nur Schaden zufügen. „Viele Menschen, darunter Politiker und meine Kollegen, wollen diese Situation, die unsere Zusammenarbeit belastet, so schnell wie möglich überwinden“, sagte der Staatschef am Donnerstag in Jalta auf der Krim bei einem Treffen mit dem französischen Politiker Philippe de Villiers.

Viele Menschen in Europa wollen laut Russlands Präsident Wladimir Putin ein schnelles Ende der Sanktionen, die nur Schaden zufügen. „Viele Menschen, darunter Politiker und meine Kollegen, wollen diese Situation, die unsere Zusammenarbeit belastet, so schnell wie möglich überwinden“, sagte der Staatschef am Donnerstag in Jalta auf der Krim bei einem Treffen mit dem französischen Politiker Philippe de Villiers.

Dabei berief sich Putin auf sein jüngstes Gespräch mit Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande. „Ich habe seine Gesinnung gespürt“, sagte Putin.

Russland werde seine Positionen und Prinzipien verteidigen. Es gebe ziemlich viel Menschen, die die gleichen Positionen beziehen. „Natürlich werden wir unseren eigenen Weg gehen, unsere Prinzipien und Ansichten verteidigen und uns dabei auf Menschen stützen, die diese Positionen teilen“, sagte Putin.

„Französische Agrarproduzenten sind sich voll und ganz darüber im Klaren, wer diesen ‚Krieg‘ angezettelt hat“, sagte De Villiers. „Sie wissen, das seien Eurokommissare aus Brüssel, die blindlings im Schlepptau ihrer US-amerikanischen Partner folgen.“ Er denke, Europa brauche jetzt eine andere Stimme, die im Moment noch ganz leise sei. Das sei die Stimme Frankreichs.

„Viele Europäer glauben, dass Sanktionen zur Sprache des Krieges gehören, während die Zusammenarbeit die Sprache des Friedens ist. Ich kann versichern, dass die Völker Europas nicht so denken wie ihre führenden Repräsentanten und die Meinung jener nicht teilen, die sie aus Brüssel dirigieren… Die Zukunft des europäischen Kontinents liegt ganz und gar nicht in Amerika, sondern in Europa selbst, darunter in Russland“, betonte der Franzose.

Putin bedankte sich für die einleuchtende Einschätzung. „Wenn ich richtig verstanden habe, wollen Sie ihre Bosse reizen?“, fragte er. „Wollen wir mal sehen, ob ich mit Sanktionen belegt werde“, sagte De Villier ironisch. „Ich muss sagen, dass Wladimir Putin von vielen Europäern mehr geachtet wird als die meisten europäischen Führer“, betonte der französische Politiker.

 

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