16:16 31 August 2016
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OSZE in Ukraine

Russlands OSZE-Vertreter: Keine russischen Militärkolonnen in Ostukraine

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Politik
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Der russische OSZE-Botschafter Andrej Kelin hat die Anschuldigungen der ukrainischen Seite zurückgewiesen, wonach russische Militärkolonnen in die Ukraine einmarschiert seien.

Der russische OSZE-Botschafter Andrej Kelin hat die Anschuldigungen der ukrainischen Seite zurückgewiesen, wonach russische Militärkolonnen in die Ukraine einmarschiert seien.

„Es gibt keine  russischen Militärkolonnen“, sagte Kelin am Donnerstag in einem Gespräch mit RIA Novosti nach einer Sondersitzung des ständigen OSZE-Rates.

„Unsere Partner interessierten sich (in der Sitzung) nicht für die humanitäre Situation im Südosten der Ukraine, sondern für irgendwelche erfundene Kolonnen von russischer Kampftechnik, die sich jetzt angeblich  in Richtung Nowoasowsk bewegen. Davon hat der ukrainische OSZE-Vertreter gerade gesprochen. Niemand sonst verfügt über solche Angaben. Es gibt natürlich keine Militärkolonnen.“

Der ukrainische OSZE-Vertreter Igor Prokoptschuk teilte indessen Journalisten mit, dass die Behörden seines Landes „eine direkte Invasion russischer Truppen in östliche Regionen der Ukraine registriert“ hatten.

„Ein unwiderlegbarer Fakt besteht lediglich darin, dass in Nowoasowsk Volkswehr-Milizen einmarschiert sind. Alles andere ist erfunden. Vor einer Woche und auch vor zwei Wochen hat man genauso Kolonnen russischer Militärtechnik registriert. Dort gibt es gar nichts. Das ukrainische Militär verliert dort einfach seine Möglichkeiten und tritt immer mehr Land an die Volkswehr ab, die, soweit ich verstehe, in die Gegenoffensive gegangen ist.“ 

Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hatte am Donnerstag im Zusammenhang mit der „schlagartigen Zuspitzung der Situation im Gebiet Donezk“ seinen Türkei-Besuch gestrichen. Stattdessen wird eine dringende Sitzung des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates einberufen.

„Ich habe beschlossen, meinen Arbeitsbesuch in die Republik Türkei angesichts der schlagartigen Zuspitzung der Situation im Gebiet Donezk aufzuheben», erklärte der Präsident. Wie er behauptet, ist es „zu einem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine“ gekommen.

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