13:05 23 Juli 2016
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Ukraine: Milizen beginnen Offensive gegen Regierungsarmee vor Lugansk

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Entwicklung in Ostukraine (2318)
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Nach militärischen Erfolgen im Gebiet Donezk haben die Volksmilizen auch im Raum Lugansk nach eigenen Angaben eine Offensive gegen die Regierungstruppen gestartet.

Nach militärischen Erfolgen im Gebiet Donezk haben die Volksmilizen auch im Raum Lugansk nach eigenen Angaben eine Offensive gegen die Regierungstruppen gestartet. 

„Die Volkswehr greift in Krasny Jar und Wergunka den Feind an“, teilte das Presseamt der nicht anerkannten „Donezker Volksrepublik“ am Donnerstag mit. Der Mitteilung zufolge stehen die Ortschaften Slawjanoserbsk, Krymskoje und Kirowsk im Gebiet Lugansk bereits unter Kontrolle der Volkswehr. Zudem haben die Milizen nach eigenen Angaben die Autostraße zwischen Mangusch und Ossipenko blockiert und versuchen, die ukrainischen Truppen im Raum Mariupol einzuschließen.

Die Milizen der von Kiew abtrünnigen „Donezker Volksrepublik“ hatten am 24. August die Stellungen der Regierungskräfte in Jelenowka (südlich von Donezk), Telmanowo und Nowoasowsk angegriffen und  eine große Truppengruppierung in einen Kessel getrieben. Am Mittwochabend meldeten die Milizen die Einnahme von Nowoasowsk, das an der nördlichen Küste des Asowschen Meeres, rund 100 km südlich von Donezk und ca. 30 km östlich von Mariupol liegt.

Die Gefechte zwischen Militär und bewaffneten Regierungsgegnern der Ost-Ukraine dauern seit April an. Die ukrainische Übergangsregierung hatte Panzer, Kampfjets und Artillerie gegen die östlichen Industrie-Regionen Donezk und Lugansk geschickt, weil diese den nationalistisch geprägten Februar-Umsturz nicht anerkannt und „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Der Militäreinsatz hat nach UN-Angaben von Anfang August mehr als 2000 Zivilisten das Leben gekostet.

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