07:21 29 August 2016
Radio
Politik

Manöver im September: Verbleiben Nato-Soldaten in Ukraine?

Politik
Zum Kurzlink
Nato verstärkt Aktivitäten an Russlands Grenzen (318)
01900

Die Durchführung der Übung „Schneller Dreizack“ der Nato-Länder in der Westukraine Mitte September ist laut dem bekannten russischen Militärexperten, Generaloberst Leonid Iwaschow, eine Provokation gegenüber Russland.

Die Durchführung der Übung „Schneller Dreizack“ der Nato-Länder in der Westukraine Mitte September ist laut dem bekannten russischen Militärexperten, Generaloberst Leonid Iwaschow, eine Provokation gegenüber Russland.

Seiner Meinung nach kann nach der Übung  ein begrenztes Nato-Truppenkontingent in der Ukraine verbleiben und können die Lieferungen von Militärtechnik zunehmen. 

Die USA bereiten sich weiterhin auf die Teilnahme an der in der Westukraine für den 16.-26. September geplanten Übung „Schneller Dreizack“ vor. Daran sollen bis zu 1000 Armeeangehörige der Nato-Länder und anderer Staaten teilnehmen.

Ursprünglich war die Übung für Juli geplant, wurde aber wegen der Militäroperation der ukrainischen Truppen im Südosten des Landes aufgeschoben.

„Schneller Dreizack“ wird vermutlich zum ersten Fall der Präsenz von US-Truppen auf ukrainischem Territorium seit dem Beginn der Sonderoperation der Kiewer Militärs im April dieses Jahres.

„Diese Übung der Nato-Länder auf dem Territorium der Ukraine trägt unverkennbar einen provokatorischen Charakter mit dem Ziel, Druck auf Russland auszuüben. Die Ukraine ist vorläufig nicht einmal Kandidat für die Nato. Die Nato verpflichtete sich nach der Grundakte Russland-Nato, Zurückhaltung zu üben und keine Übungen auf dem Territorium der Länder durchzuführen, die nicht zur Allianz gehören. Das ist bereits eine Verletzung“, sagte Iwaschow zu RIA Novosti.

Seinen Worten nach ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass nach dieser Übung in der Ukraine ein beschränktes Nato-Truppenkontingent untergebracht wird. 

Derzeit werde die Ukraine nicht in die Allianz aufgenommen. Aber die Nutzung ihres Territoriums durch die Nato sei tatsächlich möglich.

Der Gesprächspartner der Nachrichtenagentur machte darauf aufmerksam, dass es einfach nicht human sei, in einer Zeit, da sich die Ukraine faktisch im Zustand eines Bürgerkrieges befindet, die militärische Unterstützung der Nato für das Kiewer Regime zu demonstrieren.

Unterdessen wird Russland, wie früher mitgeteilt worden war, gegen Jahresende seine Militärdoktrin präzisieren. 

Wie der Vizesekretär des russischen Sicherheitsrates, Michail Popow, betonte, fordert das die Entwicklung der militärpolitischen Situation in der Welt in den letzten Jahren, darunter die Nato-Erweiterung und die Situation in der Ukraine.

Nach Worten von Experten hatten die Beziehungen zwischen Russland und den westlichen Ländern in den letzten vier Jahren einen wesentlichen Wandel erfahren. Deshalb wird es niemanden verwundern, wenn die USA und die Nato, die bereits seit einigen Monaten eine aktive antirussische Rhetorik führen und die Verhängung von Sanktionen gegen Russland initiiert haben, in der Doktrin als wahrscheinliche Gegner genannt werden.

Themen:
Nato verstärkt Aktivitäten an Russlands Grenzen (318)
GemeinschaftsstandardsDiskussion
via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
Top-Themen