04:21 25 Juli 2016
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Gespräche in Minsk: Kiew und Milizen besiegeln offenbar Waffenruhe ab Freitag

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Die ukrainische Regierung und die Führungen der von Kiew abtrünnigen Donezker und Lugansker „Volksrepubliken“ haben sich bei ihren Friedensgesprächen in Minsk auf eine Waffenruhe verständigt, wie DVR mitteilte.

Die ukrainische Regierung und die Führungen der von Kiew abtrünnigen Donezker und Lugansker „Volksrepubliken“ haben sich bei ihren Friedensgesprächen in Minsk auf eine Waffenruhe verständigt, wie DVR mitteilte.

„Die Vertreter der Ukraine, der DVR und der LVR haben in Minsk ein Protokoll über die Feuereinstellung ab 18.00 Uhr am Freitag unterschrieben“, teilte die „Donezker Volksrepublik“ via Twitter mit. An dem Treffen einer Kontaktgruppe in Minsk nehmen unter anderem der ukrainische Ex-Präsident Leonid Kutschma (für die Regierung in Kiew), der „Premierminister“ der DVR, Alexander Sachartschenko, der „Premierminister“ der LVR Igor Plotnizki und der russische Botschafter in der Ukraine, Michail Surabow, teil.

In der Ost-Ukraine dauern seit April Gefechte zwischen Militär und bewaffneten Regierungsgegnern an. Die ukrainische Übergangsregierung hatte Panzer, Kampfjets und Artillerie gegen die östlichen Industrie-Regionen Donezk und Lugansk geschickt, weil diese den nationalistisch geprägten Februar-Umsturz nicht anerkannt und „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Kiew aber auch die USA und EU-Staaten warfen Moskau vor, die Regimegegner in den Protestregionen Donezk und Lugansk zu unterstützen beziehungsweise nicht genug für eine Deeskalation zu tun. Moskau weist jede Verwicklung in den Ukraine-Konflikt zurück und fordert von Kiew ein Ende des Militäreinsatzes, der nach UN-Angaben vom Angang August mehr als 2000 Zivilisten das Leben gekostet hat.

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