05:27 30 Juli 2016
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Kiew warnt Russland vor weiteren Hilfskonvois

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Russische Hilfsgüter für Ost-Ukraine (147)
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Die Regierung in Kiew warnt Russland davor, weitere Hilfstransporte in die ostukrainischen Kampfgebiete zu entsenden.

Die Regierung in Kiew warnt Russland davor, weitere Hilfstransporte in die ostukrainischen Kampfgebiete zu entsenden.

„Wir fordern von Russland ein Ende der Provokationen mit den so genannten humanitären Konvois“, erklärte der ukrainische Außenamtssprecher Jewgeni Perebijnis am Dienstag nach Angaben der Nachrichtenagentur Unian. Er betonte, dass die Ukraine Maßnahmen zur Normalisierung im Donezbecken ergreife und gemeinsam mit internationalen Partnern der Bevölkerung der Region humanitäre Hilfe erweise.

Rund 200 russische Lastwagen hatten am Samstag Grütze, Zucker und Konserven in die Ost-Ukraine gebracht. Bereits am 22. August hatte ein Hilfskonvoi aus Russland 1900 Tonnen Lebensmittel, Medikamente und andere Hilfsgüter ins ostukrainische Kriegsgebiet Lugansk transportiert. Der ukrainische Geheimdienst-Chef Valentin Naliwajtschenko hatte die erste Hilfsaktion als eine „Intervention“ und US-Vizepräsident Joe Biden als eine „himmelschreiende Provokation“ verurteilt. Dagegen haben die beiden von Kiew abtrünnigen nicht anerkannten „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk die russischen Hilfstransporte begrüßt. Die dortigen Behörden warnen von einer humanitären Katastrophe.

In der Ost-Ukraine dauerten seit April Gefechte zwischen Militär und bewaffneten Regierungsgegnern an. Die ukrainische Übergangsregierung hatte Panzer, Kampfjets und Artillerie gegen die östlichen Industrie-Regionen Donezk und Lugansk geschickt, weil diese den nationalistisch geprägten Februar-Umsturz nicht anerkannt und „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Der Militäreinsatz kostete laut UN-Angaben mehr als 3000 Zivilisten das Leben. Am 5. September haben sich die ukrainische Regierung und die Führungen der von Kiew abtrünnigen Donezker und Lugansker „Volksrepubliken“ bei ihren Friedensgesprächen in Minsk auf einen Waffenstillstand, Gefangenenaustausch und weitere Schritte zu einer friedlichen Konfliktlösung geeinigt. Die Regierung in Kiew schätzt den Kriegsschaden im Osten des Landes auf umgerechnet eine Milliarde US-Dollar.

Rund 200 russische Lastwagen hatten am Samstag Grütze, Zucker und Konserven in die Ost-Ukraine gebracht. Bereits am 22. August hatte ein Hilfskonvoi aus Russland 1900 Tonnen Lebensmittel, Medikamente und andere Hilfsgüter ins ostukrainische Kriegsgebiet Lugansk transportiert und am Tag darauf das ukrainische Territorium wieder verlassen. Der ukrainische Geheimdienst-Chef Valentin Naliwajtschenko hatte die erste Hilfsaktion als eine „Intervention“ und US-Vizepräsident Joe Biden als eine „himmelschreiende Provokation“ verurteilt. Dagegen haben die beiden von Kiew abtrünnigen nicht anerkannten „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk die russischen Hilfstransporte begrüßt. Die dortigen Behörden warnen von einer humanitären Katastrophe.

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In der Ost-Ukraine dauerten seit April Gefechte zwischen Militär und bewaffneten Regierungsgegnern an. Die ukrainische Übergangsregierung hatte Panzer, Kampfjets und Artillerie gegen die östlichen Industrie-Regionen Donezk und Lugansk geschickt, weil diese den nationalistisch geprägten Februar-Umsturz nicht anerkannt und „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Der Militäreinsatz kostete laut UN-Angaben mehr als 3000 Zivilisten das Leben. Am 5. September haben sich die ukrainische Regierung und die Führungen der von Kiew abtrünnigen Donezker und Lugansker „Volksrepubliken“ bei ihren Friedensgesprächen in Minsk auf einen Waffenstillstand, Gefangenenaustausch und weitere Schritte zu einer friedlichen Konfliktlösung geeinigt. Die Regierung in Kiew schätzt den Kriegsschaden im Osten des Landes auf umgerechnet eine Milliarde US-Dollar.

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