18:33 24 Juli 2016
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400 Leichen in Massengrab bei Donezk - Lawrow spricht von Kriegsverbrechen

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Ermittlungen zum Mord an Zivilisten in Ostukraine (30)
040313

In den Massengräbern bei Donezk sind nach Angaben Sergej Lawrows mehr als 400 Leichen entdeckt worden. Der russische Außenminister forderte die westlichen Staaten auf, die Fakten nicht zu verschweigen.

In den Massengräbern bei Donezk sind nach Angaben Sergej Lawrows mehr als 400 Leichen entdeckt worden. Der russische Außenminister forderte die westlichen Staaten auf, die Fakten nicht zu verschweigen.

„Das ist ein offensichtliches Kriegsverbrechen“, sagte Lawrow am Mittwoch in Moskau. „Wir hoffen, dass die westlichen Staaten diese himmelschreienden Fakten nicht verschweigen werden.“ Lawrow rief die westlichen Medien auf, zu dieser Angelegenheit objektiv zu berichten. Russland habe bereits die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), den Europarat und die Uno über die Leichenfunde informiert und Aufklärung gefordert. 

Die ostukrainischen Volksmilizen hatten am 23. September in der Bergbau-Siedlung Kommunar unweit von Nischnaja Krynka (60 Kilometer östlich von Donezk) ein Massengrab entdeckt. Bei vielen Leichen waren die Hände auf dem Rücken gefesselt. Laut Ortsbewohnern sind dort unter anderem Zivilisten begraben, die von den ukrainischen Armee- und Sicherheitskräften umgebracht worden waren. Nischnaja Krynka stand von April bis zum 21. September unter Kontrolle Kiew-treuer Verbände. Die Volkswehr beschuldigte die Nationalgarde, hinter den Morden zu stehen. Die Nationalgarde bestritt das, bestätigte jedoch, dass andere ukrainische Einheiten in der Region stationiert gewesen seien. Das ukrainische Innenministerium versprach eine Ermittlung, sobald die ukrainischen Behörden Zugang zu den Massengräbern bekämen.

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