09:53 31 August 2016
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Jazenjuk: Europa soll „Gas-Erpressung“ durch Russland entschieden stoppen

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Russisch-ukrainischer Gasstreit (230)
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Versuche Russlands, Europa durch die Kürzung der Gaslieferungen zu erpressen, sollen von der EU entschieden gestoppt werden. Das erklärte der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk am Mittwoch.

Versuche Russlands, Europa durch die Kürzung der Gaslieferungen zu erpressen, sollen von der EU entschieden gestoppt werden. Das erklärte der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk am Mittwoch.

„Der Ministerpräsident wies darauf hin, dass die Positionen der Ukraine und der EU-Kommission bei Verhandlungen über Gaslieferungen aus der Russischen Föderation identisch sind“, teilte die Pressestelle des ukrainischen Kabinetts nach einem Treffen Jazenjuks mit dem österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann mit. Diese „Gas-Erpressung“ sei absolut unzulässig und müsse unterbunden werden, hieß es.

Zuvor hatte der Vorstandschef des russischen Gaskonzerns Gazprom, Alexej Miller, mitgeteilt, dass Beschwerden europäischer Kunden, sie hätten weniger Gas bekommen, nur zusätzliche Anträge betreffen, die über die vertraglich gebundenen Gasmengen hinaus gehen. „Der Gazprom-Konzern erfüllt seine Vertragsverpflichtungen in vollem Umfang. Anträge nach höheren Gasmengen muss der Konzern nicht unbedingt befriedigen.“

Miller fügte hinzu, dass sein Unternehmen angesichts des herannahenden Winters jetzt immer mehr Gas in russische Speicher pumpt. „Erst nachdem diese voll sind, könnten auch zusätzliche Anträge europäischer Verbraucher erfüllt werden“, betonte Miller.

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