11:52 27 August 2016
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Donezker „Premier“ bestätigt: Kiew zog Unterschrift unter Dokument über Trennlinie zurück

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Die „Volksrepublik Donezk“ (VRD) bereitet sich auf die Wiederaufnahme der Kampfhandlungen vor, weil die ukrainischen Behörden die Unterschrift unter dem Dokument über die Trennlinie zwischen der Volkswehr-Miliz und den ukrainischen Einsatzkräften in Donbass zurückgezogen haben, wie der „Premier“ der VRD, Alexander Sachartschenko, am Mittwoch in Makejewka sagte.

Die „Volksrepublik Donezk“ (VRD) bereitet sich auf die Wiederaufnahme der Kampfhandlungen vor, weil die ukrainischen Behörden die Unterschrift unter dem Dokument über die Trennlinie zwischen der Volkswehr-Miliz und den ukrainischen Einsatzkräften in Donbass zurückgezogen haben, wie der „Premier“ der VRD, Alexander Sachartschenko, am Mittwoch in Makejewka sagte.

„Die Ukraine hat ihre Unterschrift unter dem Dokument über die Trennlinie zurückgezogen“, sagte Sachartschenko. Er präzisierte nicht, ob ihm die Gründe dafür bekannt sind.

"Wir haben Äußerungen der Kiewer Elite zu hören bekommen, die die Ukraine ‚einheitlich und unteilbar‘ sieht. Die ‚Kriegspartei‘ hat die (Parlaments-)Wahl gewonnen. Daraus lässt sich eindeutig schließen: Man bereitet sich auf den Frieden zügig vor, wobei die Armee umgerüstet, die Truppeneinheiten umgruppiert und Schützengräben ausgehoben werden“, so Sachartschenko.

Der „1. Vizepremier“ der VRD, Andrej Purgin, hatte am Mittwoch darauf verwiesen, dass die ukrainischen Behörden ihre Verpflichtungen zum Auseinanderbringen der verfeindeten Seiten nicht erfüllt haben. „Die Trennlinie zwischen den rivalisierenden Kräften war abgestimmt worden. Kiew hat aber die Unterschrift seines Vertreters, General Dumanski, unter dem entsprechenden Dokument zurückgezogen, ohne einen Grund dafür mitgeteilt zu haben“, so Purgin.

Dabei verletze die ukrainische Nationalgarde immer wieder den Waffenstillstand. „Es werden Artillerieschläge gegen Wohnviertel geführt. Täglich sterben Zivilisten“, so Purgin.

In den Gebieten Donezk und Lugansk gilt die Waffenruhe, die Anfang September in Minsk unter Vermittlung Russlands und der OSZE vereinbart wurde. Inzwischen warfen die ukrainischen Behörden und die Anhänger der beiden „Volksrepubliken“ einander mehrmals vor, den Waffenstillstand gebrochen zu haben. Trotz alledem verweisen internationale Beobachter auf eine allgemeine Stabilisierung der Lage in Donbass. Die Uno berichtet hingegen von mehr als 300 Toten seit dem Beginn der Waffenruhe in der Region.  

Wie Sachartschenko am vergangenen Donnerstag zu Journalisten gesagt  hatte, wollen die bewaffneten Formationen der Donezker „Volksrepublik“ die im Sommer verlorene Kontrolle über die Städte Kramatorsk, Mariupol und Slawjansk wieder gewinnen. „Kramatorsk, Mariupol und Slawjansk werden wieder uns gehören. Wir wollen sie zurückgewinnen“, so Sachartschenko. Er schloss dabei schwere Kämpfe nicht aus.

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