03:03 27 August 2016
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Kiewer Behörden melden Artillerie-Angriff aus Russland

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Entwicklung in Ostukraine (2318)
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Der Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine hat Russland vorgeworfen, eine Ortschaft im Grenzgebiet Lugansk mit Artillerie beschossen zu haben.

Der Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine hat Russland vorgeworfen, eine Ortschaft im Grenzgebiet Lugansk mit Artillerie beschossen zu haben.

Der ukrainische Grenzschutz habe am Donnerstag  Artilleriefeuer aus Richtung Manotzki (Russland) in Richtung Kamyschnoje (Ukraine) gesichtet, teilte Sicherheitsratssprecher Andrej Lyssenko am Freitag in Kiew mit. Dies sei der erste Beschuss vom Territorium Russlands seit der Unterzeichnung der Minsker Vereinbarungen. Ein Kommentar der russischen Seite liegt nicht vor.

Kiew und westliche Staaten haben Russland bereits mehrmals beschuldigt, die bewaffneten Volksmilizen, die in der Ost-Ukraine den Regierungstruppen widerstehen, zu unterstützen. Russland weist die Vorwürfe als haltlos zurück.

Die neue Regierung schickte Panzer, Kampfjets und Artillerie gegen die östlichen Kohlebergbau-Gebiete Donezk und Lugansk, weil diese den nationalistisch geprägten Umsturz nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei blutigen Gefechten zwischen Militär und Volksmilizen kamen laut UN-Angaben bereits mehr als 4000 Zivilisten ums Leben. Zudem gibt es Hunderttausende Flüchtlinge und schwere Zerstörungen in Wohngebieten.

Am 5. September einigten sich die ukrainische Regierung und die Führungen der abtrünnigen Regionen bei Friedensgesprächen in Minsk auf einen Waffenstillstand, Gefangenenaustausch und weitere Schritte zu einer friedlichen Konfliktlösung. Die Waffenruhe wird jedoch immer wieder gebrochen.

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