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Der türkische Präsident Tayyip Erdogan

Warum Erdogan besser keine Beweise für Öl-Geschäfte mit IS fordern sollte

© REUTERS/ Umit Bektas
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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat seine Bereitschaft erklärt, zurückzutreten, falls der Kauf von Öl durch Ankara bei der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ bewiesen wird.

„Die Vorwürfe, dass die Türkei Öl bei IS kauft, sind inakzeptabel und es ist amoralisch, darüber zu sprechen. Solche Themen können nicht einfach so angeschnitten werden, es müssen Beweise vorgelegt werden. Falls es solche Dokumente gibt, müssen sie gezeigt werden. Falls diese Tatsache bewiesen wird, werde ich nicht länger auf diesem Sessel bleiben“, sagte der türkische Staatschef am Rande des Weltklima-Gipfels in Paris.

Das ist nicht die erste umstrittene Äußerung des türkischen Präsidenten, dessen Vorgehen in Syrien von Russlands Präsident Wladimir Putin als Schlag in den Rücken durch Helfershelfer der Terroristen bezeichnet wurde. RT legt mehrere Fakten vor, die darauf hinweisen, dass die Nichtbeteiligung der Türkei an den Öllieferungen von den unter Kontrolle der Terroristen stehenden Gebieten nicht so unumstritten ist, wie dies Ankara erklärt.

Aufnahmen aus dem All

Erstens zeigte Russland beim G20-Gipfel in Antalya den Staats- und Regierungschefs das Ausmaß des Ölhandels durch die IS-Terroristen. Wie Russlands Präsident Wladimir Putin sagte, gibt es Satellitenaufnahmen, die zeigten, dass Tanklaster „bis zum Horizont“ wie eine „lebende Pipeline“ Öl aus Syrien in die Türkei transportieren. „Sie fahren Tag und Nacht in die Türkei“, sagte der russische Staatschef.

Recherchen „The Guardian“ 

Putins Worte bewegten einen Journalisten der britischen Zeitung „The Guardian“ zur Durchführung einer eigenen Untersuchung. Er betonte im Ergebnis, dass den Zusammenhang zwischen den Behörden der Türkei und dem „Islamischen Staat“ selbst die Anhänger des Erdogan-Regimes verfolgen könnten.

Seit 2012, als die Terroristen in Richtung Syrien vorrückten, war ihre Präsenz auf allen Abschnitten ihres Weges offensichtlich – sie blieben nicht unbemerkt und versammelten sich regelmäßig in türkischen Hotels, in Cafés. Im Ergebnis kamen europäische Diplomaten zu dem Schluss, dass die Behörden der Türkei mit den radikalen Islamisten sympathisieren, die sich nach Syrien begeben, um gegen Baschar al-Assad zu kämpfen.

Laut „The Guardian“ schlossen türkische Geschäftsleute Super-Deals mit IS-Extremisten, die sich mit Ölschmuggel befassten, wobei jede Woche rund zehn Millionen US-Dollar in die Kasse der Terroristen flossen. Wie hochgestellte Mitglieder des „Islamischen Staates“ der britischen Zeitung mitteilten, bevorzugten die türkischen Behörden, sich in ihre Angelegenheiten nicht einzumischen.

Zudem wurden im Zufluchtsort des vernichteten Terroristen Abu Sajaf, der für den Ölhandel zuständig war, auf Hardware Informationen über Verbindungen zwischen hochgestellten IS-Vertretern und einigen türkischen Beamten entdeckt.

Türkischer Angriff auf russisches Su-24-Flugzeug

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© Ruptly.
Kampfjet-Abschuss: Russlands Verteidigungsamt zeigt Su-24-Flugdaten

Wie die Leiterin des Zentrums für Asien und Nahen Osten des Russischen Instituts für strategische Studien, Anna Glasowa, zuvor in einem RT-Interview gesagt hatte, wurde der russische Su-24-Bomber einige Tage nach dem Beginn der russischen Luftangriffe gegen Objekte des Schmuggelöls abgeschossen, das aus Syrien an verschiedene Länder geliefert wurde, darunter die Türkei.

„Man kann sicher behaupten, dass eine solche Ölmenge nicht unbemerkt von den türkischen Behörden geliefert werden konnte. Türkische Führungskräfte  nahmen an diesen Geschäften sicher teil“, sagte Glasowa.

Mehr zum Thema: Putin: Jet-Abschuss sollte Lieferung von IS-Öl an Türkei absichern

Der russische Außenminister Sergej Lawrow betonte ebenfalls, dass die Türkei gleich nachdem die russische Luftwaffe die Ölkonvois der Terroristen zu bombardieren begann, Besorgnis äußerte. „Das ist natürlich kaum ein Zufall, dass unsere türkische Nachbarn sich danach sehr nervös verhielten“.

Türkische Opposition

Der stellvertretende Vorsitzende der oppositionellen Demokratischen Partei der Völker Idris Baluken betonte, dass der Angriff der türkischen Luftwaffe auf das russische Militärflugzeug im Voraus geplant worden sei. Ihm zufolge kann die Demarche mit dem Wunsch Erdogans erklärt werden, sich in die Operation der russischen Luftwaffe  gegen die Terroristen in Syrien einzumischen.

Das Mitglied der größten türkischen Oppositionspartei CHP Mehmet Ali Ediboglu betonte ebenfalls, dass die Vorwürfe gegen die türkische Regierung nicht unbegründet seien. „IS verdiente beim Ölexport 800 Millionen US-Dollar pro Jahr und gab dieses Geld für Waffenkäufe aus. Damit wurde das Öl zum Mittel für Terrorismusfinanzierung“, so Ediboglu. „In Kirkuk, im Norden Iraks, funktionieren vier Ölhandelsfirmen, die dem Anführer der irakischen Kurden, Masud Barsani, nahe stehen. Via diese Firmen kaufen Dutzende Händler, vor allem aus der Türkei, Öl und verkaufen es weiter auf den Weltmärkten. Ich fragte den Energieminister danach im Parlament. Die Antwort war sehr interessant. Er sagte: Wir kaufen Öl bei Barsani im Norden Iraks, woher es kommt – das wissen wir nicht, das sind nicht unsere Sorgen“.

Festnahme von Journalisten und Militärs in der Türkei 

Der Chefredakteur der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“ Can Dündar und der Korrespondent dieser Zeitung Erdem Gül waren zuvor wegen der Enthüllungen der Waffenlieferungen durch die türkischen Behörden an die IS-Terroristen festgenommen worden. Dabei wurden die Ermittlungen gegen die Journalisten auf direkten Auftrag Erdogans aufgenommen.

Die Zeitung veröffentlichte im Mai Fotos von Konvois türkischer LKWs. Wie die Zeitung berichtete, wurden Waffen und Munition an Extremisten geliefert. Zudem tauchte im Netz ein Video auf, auf dem den Journalisten zufolge Waffen zu sehen waren, die die türkischen Behörden an Terroristen in benachbarten Ländern liefern. Doch die volle Version der Videoaufnahme, von der die Rede ist, ist nicht mehr zugänglich. Örtliche Behörden haben sie anscheinend gesperrt bzw. gelöscht.

Die türkischen Behörden wiesen zunächst diese Vorwürfe zurück und behaupteten, dass es sich bei den Konvois um humanitäre Hilfe handelte, doch später teilten einige Beamte mit, dass die Waffen aus den LKWs für die turkmenischen Einheiten bestimmt waren, die im Norden Syriens kämpften. Dabei unterstützte Erdogan diese Version und betonte, es gebe keinen Unterschied, ob es in den LKWs Waffen gegeben habe oder nicht. Ihm zufolge wurden die LKWs jedenfalls zum Schutz der Interessen der Türkei in der Region geschickt.

Doch später wurden drei hochgestellte Militärs vor Gericht gerufen – General Ibrahim Aydin, Oberst a.D. Burhanettin Cihangiroglu und General Hamza Celepoglu, die im Januar 2014 LKWs mit Waffen stoppten. In einer Kiste mit der Aufschrift „Vorsicht! Fragil!“ wurde unter Medikamenten Munition entdeckt. Diese LKWs gehörten der Aufklärungsverwaltung der Türkei. Den Militärs, die diese Waffen entdeckten, wurden die Bildung einer Terrorgruppe und Spionage vorgeworfen.

Erdogan-Clan

Syriens Außenministerium betonte, dass der Vorfall mit dem russischen Su-24-Flugzeug, das von einem türkischen F-16-Kampfjet abgeschossen wurde, der ganzen Welt bewies, dass der türkische Präsident Terroristen hilft und empfahl Washington, die Informationen zu überprüfen, dass Erdogans Sohn, Bilal, am Ölschmuggel unter Beteiligung des „Islamischen Staates“ teilnahm. 

„Das gesamte Öl wird an ein Unternehmen geliefert, das dem Sohn Erdogans gehört. In diesem Zusammenhang wurde die Türkei nervös, als Russland die Luftangriffe gegen IS-Infrastruktur zu fliegen begann und bereits mehr als 500 Tanklaster vernichtete. Das machte Erdogan und sein Unternehmen nervös“, sagte der syrische Informationsminister Omran as-Soubi.

Laut vielen Experten kontrolliert Bilal persönlich den Handel mit Öl, das Terroristen illegal an die Türkei liefern.

Laut dem Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow verfügt Moskau über Informationen über das Interesse von Erdogans Sohn am Ölgeschäft.

Zudem wird das Amt des Energieministers in der neuen türkischen Regierung vom Schwager des amtierenden Präsidenten bekleidet.

Kontakte mit Kämpfern

Im Internet erschien ein Video, auf dem einer der Anführer der „Grauen Wölfe“, ein gewisser Alpaslan Celik, Sohn des früheren Bürgermeisters einer türkischen Stadt, von der Beteiligung am Mord des russischen Su-24-Piloten spricht. Diese bewaffnete Gruppierung ist unter anderem für ein blutiges Massaker an 150 politischen Häftlingen und für den Versuch eines Attentats auf Papst Johannes Paul II. verantwortlich. Die Kämpfer haben Kontakte mit den höchsten Machtstrukturen der Türkei. Laut dem Sprecher der Demokratischen Partei der Völker, Aihan Bilgen, treten die „Grauen Wölfe“ als „grobe Kraft“ der Partei der nationalistischen Bewegung auf, die ihrerseits das Erdogan-Regime unterstützt.

Dem offiziellen Sprecher der syrischen Streitkräfte, General Ali Maihub, zufolge leistet die türkische Führung internationalen Verbrechern militärische Unterstützung „und kauft dafür billiges Öl, Kulturgegenstände, die die Banditen in syrischen und irakischen Museen geraubt haben, sowie andere Schmuggelwaren“. Er betonte, dass der Autoverkehr zwischen der Türkei und dem von den Terroristen kontrollierten Territorium ohne jegliche Kontrolle erfolge.

Internationale Politiker

Der französische Abgeordnete Nicolas Dhuicq (Union für eine Volksbewegung, UMP) zeigte sich ebenfalls überzeugt, dass Ankara ein Doppelspiel führt und den Ölschmuggel gemeinsam mit den Islamisten betreibt. Er betonte, dass der türkische Staatschef unzufrieden sei, dass die russischen Kräfte dieses Spiel behindern. „Denn Präsident Erdogan betreibt bekanntlich den Ölschmuggel gemeinsam mit IS“, so der Parlamentarier.

Der frühere libanesische Präsident Emile Lahoud gab in einem Exklusivinterview für RT einen Kommentar zum Tod des russischen Piloten nach dem Angriff des türkischen Kampfjets ab. Nach seinen Worten hatte Ankara diese Aktion im Voraus geplant, weil Erdogan mit den regionalen extremistischen Gruppierungen verbunden ist.

„Die ganze Welt weiß, dass der türkische Präsident Erdogan die Fundamentalisten und Extremisten bereits seit fünf Jahren unterstützt“, so Lahoud. „Als der ‚Islamische Staat‘ entstand, unterstützte er auch diese Gruppierung, indem er ihr den Ölhandel genehmigte, wobei das Öl in die Türkei durch das Gebirge im Grenzgebiet transportiert wurde.“

Mehr zum Thema: "Ölrücktritt": Erdogan zu Abgang bereit

Der frühere irakische Sicherheitsberater Mubarak ar-Rubai teilte unter Berufung auf Geheimdienste mit, dass IS-Kämpfer in den letzten acht Monaten irakisches Öl und Gas auf dem türkischen Schwarzmarkt für 800 Millionen Dollar verkauft haben.

Der Präsident der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, unterstrich seinerseits, dass die Türkei immer radikale Islamisten unterstützt habe und eine Art Stützpunkt sei, wo Kämpfer angeheuert und nach Syrien geschickt werden. „Türkische Medien behaupten, die Türkei hätte immer dem tschetschenischen Volk geholfen. Tatsächlich, Ihr habt die Wahhabiten und Terroristen unterstützt, indem Ihr für sie Geld sammeltet. Ihr habt solche Personen wie Udugow, Umarow, Bassajew empfangen und ihnen medizinische Hilfe geleistet. Und dann verübten sie und ihre Mithelfer Terroranschläge und vernichteten das tschetschenische Volk. Das war Eure Hilfe“, schrieb Kadyrow auf seiner Instagram-Seite.

Nach seinen Worten kommen Banditen aus aller Welt in die Türkei. „Die Türkei kämpft nicht gegen IS! Sie handelt mit ihm, kauft bei ihm Öl und finanziert die Gegner des Islams, die Tausende Muslime töten“, so Kadyrow.

Der Abgeordnete des EU-Parlaments Javier Couso sagte jüngst, es sei höchste Zeit, „der Türkei, gelinde ausgedrückt, eine richtige Ohrfeige zu verpassen“, weil sie „kriminell fahrlässig gegenüber terroristischen Gruppierungen“ sei. 

Auch der frühere französische Ministerpräsident Francois Fillon behauptete, über Beweise zu verfügen, dass fast das ganze Öl, das IS exportiere, in türkischen Raffinerien verarbeitet werde. „Der Handel erfolgt unmittelbar unter Beteiligung türkischer Unternehmen“, so Fillon. „Eine Verabredung zwischen der Türkei und IS ist offensichtlich.“

Der russische Premier Dmitri Medwedew fand Ankaras Position gar nicht überraschend – „wenn man die Informationen bedenkt, dass manche türkische Beamte, die mit Öllieferungen von IS-Raffinerien verbunden sind, ein unmittelbares Interesse daran hatten.“

Auch das Weiße Haus hat gefordert, die türkische Grenze für die IS-Kämpfer zu schließen. Das "Wall Street Journal" zitierte eine Quelle in der US-Administration: „Das Spiel hat sich geändert. Genug ist genug. Die Grenze muss verriegelt werden. Das ist eine internationale Gefahr, die von Syrien ausgeht und durch die Türkei verläuft.“

Experten

Dem russischen Politologen und Orientalisten Grigori Melamedow zufolge „ist es allen längst bekannt, dass das Öl aus Syrien durch das türkische Territorium transportiert wird. Meines Erachtens können Beweise dafür jederzeit vorgelegt werden. Bisher hatte sich aus diplomatischen Gründen niemand damit beschäftigt, um die Türkei nicht in eine ungünstige Lage zu versetzen und mit ihr nicht zu streiten.“ In diesem Kontext erwähnte der Experte gegenüber RT „beispielsweise von unseren Luftstreitkräften gemachte Luftfotos“, auf denen Tankwagen abgebildet seien, die sich auf dem Weg von dem von IS kontrollierten Territorium zur türkischen Grenze befinden.

Der Politologe Juri Potschta von der Russischen Universität der Völkerfreundschaft fügte hinzu, dass das Öl nicht der einzige Grund sei, warum die türkischen Behörden sich für diesen Schritt entschlossen haben. „Teilweise sind diese Extremisten die Waffe der Türkei im Kampf gegen das legitime Regime in Damaskus.  Es wurden ihre Ölinteressen betroffen. Möglicherweise werden dort auch Drogen oder sonst noch etwas befördert. Es werden sogar archäologische Wertgegenstände ausgeführt. In diesem Fall ist Russland in den Interessenbereich der Türkei eingedrungen und hat die türkische Führung verärgert“, so der Experte.

Der einstige Chef der französischen Militärmission bei der UNO General a.D. Dominique Trinquand sagte ebenfalls, die Türkei würde nicht gegen IS kämpfen bzw. nicht „verschiedene Arten des Handels an ihrer Grenze unterbinden, egal ob mit Öl oder Phosphaten, mit Baumwolle oder mit Menschen“.

Ein weiterer Militär, der frühere Befehlshaber der Nato-Kräfte in Europa Wesley Clark, vermutete, dass das Bestehen des "Islamischen Staates" in einem gewissen Sinne den Interessen der Türkei entspreche und dass Ankara am Ölhandel mit IS-Kämpfern teilnehmen könnte.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Montag gesagt, dass Russland zusätzliche Beweise dafür erhalten habe, dass das auf dem von IS kontrollierten Territorium geförderte Öl in die Türkei transportiert werde. Der Staatschef schloss zudem nicht aus, dass die russische Su-24 abgeschossen worden sei, um die Öllieferungen in die Türkei nicht zu gefährden.

„Wir haben allen Grund zu vermuten, dass die Entscheidung zum Abschuss unseres Flugzeugs dadurch bedingt war, die Öllieferwege auf das türkische Territorium zu sichern, und zwar zu den Häfen, wo das Öl in Tankschiffe umgeladen wird“, sagte Putin am Rande der Klimaschutz-Konferenz in Frankreich.

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Öl, Su-24, F-16, G20-Gipfel in der Türkei, Grigori Melamedow, Masud Barsani, Dmitri Peskow, Sergej Lawrow, Wladimir Putin, Türkei, Russland
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  • leonhardAntwort anKonstantin (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
    Konstantin, wollen wir es mal hoffen. Aber mich schockiert eher, wie dümmlich sich der Westen verhält. Das ist keine Strategie ständig den Gegner zu provozieren. Das endet in einer Katastrophe oder die NATO geht im geheimen davon aus, Russland mit Konventionellen Waffen zu schlagen. Es gibt ja da einige Strategien, aber sind diese Glaubwürdig. Fakt ist leider, dass die USA die irakische Armee im 3ten Golfkrieg in kürzester Zeit platt gemacht haben und die Iraker haben zum Kämpfen russische Waffen verwendet. Natürlich nur die 2. oder 3. Garde, aber es zeigt, dass es vielleicht möglich ist und dann wären die Russen förmlich gezwungen ihre taktischen Atomwaffen einzusetzen.
  • Moray
    Aber dieser Ölschmuggel, in den die Familie Erdogans und diverse Günstlinge bis zur Halskrause verstrickt sind, ist nur ein Teil der Agenda. Angezettelt wurde der ganze Syrienkonflikt wahrscheinlich ja auch von den selben Leuten. Schüsse in die Menge, erste Aufstände, dann als Highlight, der Sarin-Anschlag im Gebiet Ghouta, der seinerzeit tausende ziviler Opfer forderte, und beinahe, hätten die Russen damals nicht interveniert und das eigene Militär Obama ausgebremst, zum großen Krieg geführt hätte. Auch hier führen die Spuren in die türkische Provinz Hatay (die übrigens eigentlich eher arabisch war und erst relativ spät in die Türkei eingegliedert wurde). Diese Spuren wären eigentlich genug Munition für ein internationales Tribunal gewesen, aber, der Mantel des Schweigens darübergehängt. Ja, von erster Stunde an war es Erdolf, der Assad unbedingt weghaben wollte (und das, obwohl die beiden früher eng befreundet waren) und dafür die übelsten Wahhabitenmilizen aus aller Welt, diese Halsabschneider und Organfresser, unterstützt und ihnen Unterschlupf gewährt hat. Wobei, im Syrienkonflikt spielen einige Interessen eine Rolle. Nicht zuletzt auch der Wunsch Qatars, eine Pipeline durch Syrien zum Gasexport in die Türkei (und weiter nach Europa) zu bauen, die mit Assad nicht machbar war und ist. Möglicherweise auch der Wunsch des Ankaraer Sultans, die Kurden auf syrisches, irakisches und iranisches Gebiet umzusiedeln (siehe den “plan for a new middle east) und damit seinen eigenen Kurdenkonflikt sozusagen ausser Landes zu schaffen. Auch der Wunsch mehrerer Staaten, vor allem der Golfmonarchien, einen “schiitischen Bogen” vom Iran über den Südirak bis zum Libanon und Syrien zu verhindern. Auch da war und ist Assad im Wege. Oder der Wunsch Israels, durch Zersplitterung der einst halbwegs homogenen Staatsgebilde in der Nachbarschaft, sich potentiell bedrohlicher Gegner zu entledigen. Aber nun haben, Gott sei Dank, die Russen und der Iran diesen schmutzigen Spielen ein jähes Ende bereitet. Ich denke, am Ende wird der ganze Konflikt wie ein Bumerang, nur dann noch heftiger, auf die Urheber zurückfallen. Macht Erdogan so weiter, sehe ich, durch die ganzen Umstände bedingt, einen Bürgerkrieg und / oder einen Militärputsch auf die Türkei zurollen. Ich denke ebenfalls, das dieser Konflikt letzten Endes auch den großmäuligen und verbrecherischen Golfmonarchien den Todesstoß versetzen wird, allen voran Qatar und Saudi-Arabien, welches sich mit dem Jemenkonflikt auch von der anderen Seite her arg angreifbar gemacht hat. Letzten Endes wird wohl, zwar mit Abweichungen, aber in groben Zügen der “plan for a new middle east” herauskommen, da ich denke, dass selbst die Eigendynamiken der jeweiligen Schlachtfelder seitens der Urheber mit einkalkuliert worden sind…
  • meissner-hilden
    Man müsste als Gegenbeweis auch nachweisen müssen, dass der IS sein gefördertes Öl einfachnur ins Meer kippt, oder an Ort und stelle einfach im Sande verlaufen lässt.
    Kann ja auch sein. Aber warum erst diese Ölquellen erobern wollen, und sie nicht direkt durch Beschuss zerstören?
    Ergo: Sie haben einen Absatzmarkt.
    Wo ist die ARD, BILD-Zeitung, unsere Kanzlerin, die hier aufklärt?
    Oder soll man den unabhängigen ADAC mal über die Entstehung der Ölpreisverwässerung recherchieren lassen?
    Was bin ich froh, dass ich nicht im totalitären,
    staatsgelenkten Russland lebe.
    Wir warten schon ewig auf Antworten, Merkelchen.
  • moessingenAntwort anKonstantin (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
    Konstantin, wer, ich? - nee wa? Dann war mein hochgeschätzter Kanzler, der kürzlich verstarb, wohl ein Stalinist?
  • Konstantin Antwort anleonhard(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
    leonhard, die Russen haben Teckniken die der Nato bis dato völlig unbekannt war. Wenn die Russen wollen, fliegen alle Nato Flieger im Blindflug. Diese Technik wurde das erste Mal bei der Rettung des Piloten eingesetzt. Die Amis haben keinerlei Ahnung wie das ganze funktioniert.
    Putin hat sich auf Syrien eingelassen, weil er nichts zu befürchten hat. Jetzt nach dem Abschuss der SU 24 kann er sogar noch seine Raketen aufstellen. Aus dieser Sicht , haben ihm die Türken sogar einen Gefallen getan.
  • Konstantin Antwort anmoessingen(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
    moessingen, ne der war ganz normaler Spezialdemokrat.
  • moessingenAntwort anKonstantin (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
    Konstantin,
    sag ich doch, aber wer war dann der alte KGB, vor dem Sie warnten?
  • Konstantin Antwort anmoessingen(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
    moessingen, Putin ist doch ein alter KGB Recke
  • erDOGan versucht nur krampfhaft die europäischen werte umzusetzen, um endlich in die westliche wertegemeinschaft aufgenommen zu werden ;)
  • moessingenAntwort anKonstantin (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
    Konstantin, ja, genau wie ich.
  • La Deutsche Vita
    Dann soll Liliputin die angeblichen Satelitenaufnahmen bitte präsentieren und den Erdowahn endlich das Weite suchen läßt.
    In Moment wird aber wenig Konkretes vorgelegt und das reicht nicht.
    Ich wäre auch froh, den türkischen Pascha vom Amt abtreten zu sehen
  • billyvorAntwort anKonstantin (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
    Konstantin,
    Hier mal etwas Lustiges....
    www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkei-recep-tayyip-erdogan-und-gollum-gericht-prueft-vergleich-a-10

    SPON fragt: "Ist das wirklich beleidigend?"

    Unbedingt, für Gollum ....
  • Konstantin Antwort anbillyvor(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
    billyvor, Vergleich von Erdogan mit Gollum prüfen kichers
  • moessingenAntwort anKonstantin (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
    Konstantin,
    nee wa, eine völlig neue Erkenntnis? Und davor müssen Sie schon billyvor warnen? Ich war nicht nur "Dachdecken" auf der Uni...
  • Konstantin Antwort anmoessingen(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
    moessingen, pardon ;Ich kann ihre Gedankengänge nicht nachverfolgen.
  • Er weint in die türkische Fahne!
  • Antwort anKonstantin (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
    Konstantin, Stimme voll zu!
  • moessingenAntwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
    Germane,
    naja, nach seiner Politik gegenüber seinem eigenen Land und den damit verbundenen Schaden, den er angerichtet hat, hätte er da auch allen Grund zu. Und wenn mancher Türke jetzt meint, irgend etwas anderes entleert er da, dann könnte ich das auch verstehen.
    Für mich ist er ein schlechter Schauspieler, ohne echte Reue, der sich an sein Stühlchen klammert!
  • moessingenAntwort anKonstantin (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
    Konstantin,
    nachverfolgen ist hier nur ein chronologisches Problem.
  • Konstantin Antwort anmoessingen(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
    moessingen, wohl wahr
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