06:55 26 August 2016
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Граждане иностранных государств стоят в очереди в центральное отделение УФМС РФ по Москве

Russland wird zum Magnet für Einwanderer

© RIA Novosti. Maxim Blinow
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Im kommenden Jahr können zusätzliche 1,6 Millionen Einwanderer ihr Glück in Russland suchen, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Dienstag.

Im kommenden Jahr können zusätzliche 1,6 Millionen Einwanderer ihr Glück in Russland suchen, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Dienstag.

Die russischen Behörden haben die Quote für Arbeitsmigranten im kommenden Jahr auf 1.631.586 festgelegt, darunter 557.000 Bauarbeiter, 119.000 Fahrer, 108.000 Beschäftigte in der Maschinenbau- und Metallverarbeitungsindustrie und mehr als 275.000 unqualifizierte Arbeitskräfte.

Laut russischen Gesetzen muss der Arbeitgeber eine Genehmigung von den Einwanderungsbehörden erhalten. Die Mehrheit der Gastarbeiter reist jedoch illegal in das Land ein. In Russland gibt es nach Schätzungen rund zehn Millionen illegale Gastarbeiter.

Nach einem UN-Bericht vom September steht Russland mit elf Millionen Einwanderern auf Platz zwei nach den USA. Bei einer Einwohnerzahl von 143,5 Millionen sind mehr als 15 Prozent der wirtschaftlich aktiven Bevölkerung in Russland Einwanderer. Viele Diaspora-Gemeinschaften sind vor allem im Handel tätig.

Nach Angaben des russischen Migrationsdienstes gibt es derzeit rund 11,2 Millionen Einwanderer, fünf Millionen davon illegal. Nur 1,5 Millionen sind in Russland legal tätig. Weniger als 720.000 haben eine über das Visum hinausgehende Aufenthaltsgenehmigung.

Die meisten Gastarbeiter kommen aus Zentralasien. Drei Millionen Einwanderer kommen aus Usbekistan, zwei Millionen aus Tadschikistan. Jeweils zwei Millionen kommen aus Moldawien und der Ukraine, etwas weniger aus Armenien, Aserbaidschan und Kirgisien zusammen. In den vergangenen vier Jahren ist die Zahl der Einwanderer um 37 Prozent gestiegen, was auf die sich verschlechternde Situation in den GUS-Ländern zurückzuführen ist.

Laut dem Berater des Direktors des Russischen Instituts für strategische Forschungen, Igor Beloborodow, denkt die Regierung nicht an die Interessen der russischen Bürger. „Die Regierung hat de facto zugegeben, dass die Wirtschaft den politischen Kurs des Landes diktiert. Menschen, deren Familien im Ausland leben, haben kein Recht, die Politik in Russland zu beeinflussen“, sagte Beloborodow.

Die niedrigeren Löhne für die Gastarbeiter kommen den russischen Unternehmern entgegen. In Russland gibt es derzeit rund acht Millionen Arbeitslose.

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