10:25 24 August 2016
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Russland wappnet sich für Offensive von Seiten der Ukraine

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Neue Waffen für russische Armee (612)
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Mit der Übung „Wostok-2014“wappnet sich das russische Militär für einen möglichen Konflikt mit der Ukraine, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

Mit der Übung „Wostok-2014“ wappnet sich das russische Militär für einen möglichen Konflikt mit der Ukraine, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

Die Ereignisse in der Ukraine haben Russland dazu veranlasst, verschiedene Szenarien durchzuspielen. Auf Anordnung des russischen Präsidenten wurden die Eisenbahntruppen, die unter anderem bei einer mobilen Truppenverlegung über weite Strecken eingesetzt werden, am Samstag bei einer Übung in Alarmzustand versetzt. Ähnliche überraschende Aufgaben sollen bei „Wostok-2014“ gestellt werden. Das teilte der Chef der Hauptverwaltung für Gefechtsausbildung der russischen Streitkräfte, Generalleutnant Iwan Buwaljzew, mit.

Die Teilnehmer der Übung werden nicht im Voraus über den genauen Ablauf informiert. Wo und wann diese Übungen stattfinden, wird ebenfalls geheim gehalten. Buwaljzew zufolge finden die Übungen aufgrund der aktuellen „militärpolitischen Situation“ statt.

Laut dem Militärexperten Juri Netkatschew kann ein Teil der an „Wostok-2014“ beteiligten Einheiten auch im Westen Russlands eingesetzt werden. Militärverbände können beispielsweise aus dem Fernen Osten und Sibirien ins Zentrum und in den Südwesten Russlands umverlegt werden, um die Grenze zur Ukraine zu festigen. Indirekt habe auch Generalleutnant Buwaljzew diese Möglichkeit bestätigt, als er gesagt habe,  dass sich an „Wostok-2014“ nicht nur Truppen des Militärbezirks Ost, sondern auch Landungs- und Fernfliegereinheiten beteiligen würden, so Netkatschew.

Dem Experten zufolge hat das russische Verteidigungsministerium die Rede des neuen ukrainischen Präsidenten, Pjotr Poroschenko, bei der Amtseinführung genau verfolgt. Dem neu gewählten Präsidenten zufolge gehört die Krim auch weiterhin zur Ukraine. „Einen anderen Weg als einen Gewalteinsatz, um die Krim zurückzubekommen, gibt es nicht“, so Netkatschew. Die russische Armee bereite sich auf ein solches Szenario vor. Der Experte wies darauf hin, dass Poroschenko eine Föderalisierung  des Landes ablehnt und den Widerstand des Volksheeres von Donezk und Lugansk brechen will. Der Friedensplan der neuen Machthaber in Kiew sei nach wie vor fragil. Der Bürgerkrieg werde in der Ukraine offenbar andauern, was auch durch den Großeinsatz der Artillerie und der Luftwaffe bestätigt werde. Diese Handlungen würden zu einer humanitären Katastrophe führen. Die Übungen der russischen Streitkräfte in der zweiten Jahreshälfte würden unmittelbar mit den Ereignissen an der westlichen Grenze des Landes zusammenhängen, so der Experte.

 

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