02:06 29 August 2016
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Russische Truppen kehren an ukrainische Grenze zurück

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Regelung der Krise in der Ukraine (2386)
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Wegen der anhaltenden Gewalt in der Ostukraine hat das das russische Verteidigungsministerium seine Rückzugspläne revidiert, schreibt die Zeitung „RBC Daily“ am Donnerstag.

Wegen der anhaltenden Gewalt in der Ostukraine hat das das russische Verteidigungsministerium seine Rückzugspläne revidiert, schreibt die Zeitung „RBC Daily“ am Donnerstag.

Die Militäreinheiten in den Gebieten Rostow und Belgorod werden verstärkt.

„Die Situation hat sich zugespitzt. Die Angriffe auf russische diplomatische Vertretungen in ukrainischen Städten, Poroschenkos nicht gehaltenes Versprechen, das Feuer einzustellen, die Provokationen seitens der ukrainischen Soldaten an der Grenze. Das alles hat Russland zur Revision seiner Pläne über den Rückzug der Einheiten veranlasst“, hieß es aus dem Generalstab.

Wie ein russischer Abgeordneter betonte, sprach sich Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Mittwoch bei einer geschlossenen Sitzung der Staatsduma für die Verstärkung der russischen Truppen an der ukrainischen Grenze aus. Auf die Frage, ob eine Sperrung des Luftraums möglich sei, antwortete der Verteidigungsminister, dass dies zwar technisch, jedoch politisch nicht möglich sei.

Das russische Militär erörtere derzeit die Einrichtung von Hilfskorridoren in den Gebieten Donezk und Lugansk, so Oberst a.D. Anatoli Dergiljow unter Berufung auf eigene Quellen. Dieser Plan bestehe nicht in einer direkten bewaffneten Konfrontation mit der ukrainischen Armee, sondern in der Gewährleistung der Sicherheit für die friedliche Bevölkerung mittels eines Ultimatums über einen Gewaltverzicht, so Dergiljow.

Ein Einwohner der Stadt Gukowo (Gebiet Rostow), die zehn Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt, sagte, dass die Zahl der Einheiten in den vergangenen drei Tagen auf das Zwei- bzw. Dreifache gestiegen sei.

Ein Offizier aus Jekaterinburg teilte mit, dass rund die Hälfte der Soldaten aus seiner Stadt bereits vor einigen Monaten an die Grenze zur Ukraine geschickt worden sei. Es handele sich um 2000 bis 3000 Soldaten.

Die Aktivitäten des russischen Militärs riefen die neuen Machthaber in Kiew auf den Plan. Laut dem Vorsitzenden des Verteidigungs- und Sicherheitsrats, Wladimir Tschepowoj, werden die ukrainischen Einheiten im Osten des Landes verstärkt. Die ukrainischen Streitkräfte sollen die Schützenpanzerwagen E3E1 und 4E Buzefal testen und den besseren für den Anti-Terror-Einsatz auswählen.

 

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