18:54 23 Juli 2016
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Ukrainische Truppen marschieren an russischer Grenze auf

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Entwicklung in Ostukraine (2318)
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Der ukrainische Staatschef Pjotr Poroschenko hat versprochen, die Situation im Donezk-Becken „in einigen Monaten“ zu stabilisieren, schreibt die Zeitung „Wedomosti“ am Dienstag.

Der ukrainische Staatschef Pjotr Poroschenko hat versprochen, die Situation im Donezk-Becken „in einigen Monaten“ zu stabilisieren, schreibt die Zeitung „Wedomosti“ am Dienstag.

Am Montag kam es in den Gebieten Lugansk und Donezk zu weiteren Zusammenstößen und Beschüssen. Allerdings waren sie nicht mehr so intensiv wie zum Höhepunkt des Konfliktes.

Nach Angaben der Donezker Bahngesellschaft wurde eine Brücke nahe der Ortschaft Nowobachmutowka in die Luft gesprengt. Zudem wurden ein Eisenbahnbrücke im Gebiet Lugansk und eine Autobrücke über den Fluss Sewerski Donez auf der Straße zwischen Krasny Liman und Gorlowka zerstört.

Wie eine den Anführern der Volksrepublik Donezk nahe stehende Quelle sagte, wurden die Brücken anscheinend von den Aufständischen in die Luft gesprengt, um die ukrainischen Truppen an ihrem Vormarsch aus den Vororten von Slawjansk und den tiefer im Land gelegenen Gebieten zu hindern.

Laut einem Sprecher der russischen Zollbehörden im Gebiet Rostow arbeiten die drei auf ukrainischer Seite umkämpften Übergänge (Donezk-Iswarino, Nowoschachtinski-Dolschanski, Gukowo-Krasnopartisansk) im normalen Betrieb.

Oberst a.D. Viktor Murachowski zufolge könnte von einer Wende zu Gunsten Kiews gesprochen werden, wenn es den ukrainischen Regierungskräften gelingt, die Kontrolle über die Grenzübergänge in den Gebieten Donezk und Lugansk zu übernehmen.

Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko verkündete am Montag, dass sich die Lage im Donezk-Becken ändere. Umfragen würden zeigen, dass die meisten Einwohner der Gebiete Donezk und Lugansk für eine einheitliche Ukraine seien. Diese Unterstützung lasse darauf hoffen, dass Frieden und Stabilität bereits in einigen Monaten erreicht werden können, so Poroschenko.

Anzeichen zur Fortsetzung der Arbeit an einer diplomatischen Lösung sind indes nicht zu erkennen. Am Sonntagabend traf sich die Kontaktgruppe in Kiew unter Teilnahme von Vertretern der Ukraine, Russlands und der OSZE. Über den Ausgang der Gespräche gab es keine Auskunft. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier gab nur zu, dass das Treffen sehr schwierig verlaufen sei. Am Montag sprachen sich Steinmeier und seine Amtskollegen aus Russland und Frankreich erneut für den sofortigen Beginn vollwertiger Konsultationen aus.

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