Panorama

Skandal in Schweden: Betreuerinnen haben Sex mit minderjährigen Asylsuchenden

© AFP 2019/ TT NEWS AGENCY / STIG-AKE JONSSON
Zum Kurzlink

Die Migrationskrise in Schweden sorgt erneut für Aufsehen: Es geht aber nicht um finanzielle Schwierigkeiten oder Integrationsprobleme, sondern um die Tatsache, dass Flüchtlingshelferinnen sexuelle Beziehungen mit den von ihnen betreuten, unbegleiteten minderjährigen Migranten haben. Dies berichtet die schwedische Zeitung Nyheter Idag.

Drei Frauen, die in einem Flüchtlingsheim in der schwedischen Gemeinde Örnsköldsvik tätig waren, sind der intimen Beziehungen mit minderjährigen Asylbewerbern überführt worden. Der Vorfall sei der Polizei gemeldet worden, und die Frauen würden später kündigen.

Mats Gidlund, Leiter der Sozialhilfe in Örnsköldsvik, hat laut der Nyheter Idag erklärt, dass es vor allem nötig sei, in den Beziehungen zwischen Asylbetreuerinnen und Flüchtlingen das Privatleben von dem Beruf abzugrenzen.

„Das ist doch bemerkenswert. Da wir auch denken, dass das, was passiert ist, ernst zu nehmen sei, haben wir das der Gesundheits- und Sozialinspektion (IVO)  sowie der Polizei gemeldet“, zitiert die Zeitung Mats Gidlund.

Anfang Sommer hatte der schwedische Staatssender SVT darüber berichtet, wie Betreuerinnen in Migrantenwohnheimen mit ihren Schützlingen Partys –  u.a. mit Lapdance –  feierten.

Auch im Sommer 2017 war eine heftige Ethik-Debatte ausgebrochen, die vor allem  alleinstehende Frauen mittleren Alters betroffen habe, die für eine „großzügigere“ Einwanderungspolitik plädierten, um die unbegleiteten  Flüchtlinge als „boytoy“ (dt: Lustknabe) benutzen und sexuelle Beziehungen mit ihnen haben zu dürfen.

Die Debatte wurde intensiver, nachdem Youtubers Videomannen und En Arg Blatte Talar (auch bekannt als „Angry Foreigner“) eine Reihe von Videos veröffentlichten, auf denen zu sehen ist, wie mehrere schwedische Frauen mittleren Alters zusammen mit den „Flüchtlingskindern" (von denen einige schon über 30 Jahre alt sind) vor der Kamera posieren.

2015 gab es in Schweden eine Rekordzahl von Asylanträgen „unbegleiteter Jugendlicher“. Im Jahr 2016 waren es 2.200. Doch über 83 Prozent derer, bei denen das Alter überprüft wurde, seien eigentlich Erwachsene.