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Jemen: Rebellen schießen US-Drohne über Hauptstadt ab

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Die Huthi-Rebellen im Jemen haben nach eigenen Aussagen nördlich der Landeshauptstadt Sanaa eine US-amerikanische Drohne abgeschossen. Dies meldet die Nachrichtenagentur Xinhua.

„Die Drohne, General Atomics MQ-9 Reaper, wurde mit einer gelenkten Rakete abgeschossen, die unsere Raketentruppen abgefeuert haben“, zitiert Xinhua eine Erklärung der Huthi-Befehlshaber.

Nach Meinung der Rebellen wurde die Drohne für Spionage benutzt.

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Im Mai hatten die Rebellen sogar erklärt, einen Kampfjet Saudi-Arabiens über Jemen abgeschossen zu haben.

Im Jemen dauert seit 2014 ein militärischer Konflikt zwischen den schiitischen Huthi-Rebellen und Anhängern von Ex-Präsident Ali Abdallah Saleh und Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi sowie ihm treuen Regierungstruppen an.

Die arabische Koalition unter Führung Saudi-Arabiens unterstützt die Regierungstruppen auf dem Boden und aus der Luft. Hierbei treffen die Luftschläge der arabischen Koalition oft zivile Einrichtung und töten Zivilisten.

„Die Luftangriffe von Seiten der Koalition sind weiterhin die Hauptursache für den Tod von Zivilisten, einschließlich Kinder“, erklärte in diesem Zusammenhang der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Zeid Ra'ad al Hussein, Anfang September bei der 36. Tagung des UN-Menschenrechtsrates in Genf.

Im Gegenzug beschießen die Huthi-Rebellen an der Grenze liegende Regionen des Königreiches.