10:50 26 Juli 2017
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     Zerstörtes Haus im ostukrainischen Donezk

    "Im Zeichen des Unglücks": Menschenrechtler berichten über Tragödie von Donezk

    © Sputnik/ Alexei Kudenko
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    Entwicklung in Ostukraine (2318)
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    Gut 7160 Objekte der Infrastruktur, darunter 4472 Wohnhäuser sowie Objekte der Gasversorgung, Strom-Überlandleitungen, Kindergärten und Schulen, sind laut dem Bericht „Ukraine 2014: im Zeichen des Unglücks“ des Moskauer Büros für Menschenrechte, nach dem Stand vom 19. Dezember im Raum von Donezk beschädigt bzw. zerstört.

    „Selbst nach Schätzung des ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko wurden im Südosten des Landes ca. 42% der gesamten industriellen Infrastruktur vernichtet“, sagte Alexander Brod, Direktor des Büros. „Es wurden barbarische Mittel eingesetzt wie Brandbomben, insbesondere Phosphorbomben, und Streumunition, aber auch Mehrfachraketenwerfer BM-21 Grad und BM-27 Uragan, ballistische Raketen Totschka-U, Haubitzen und mobile Mörser 2S4 Tjulpan.“

    Infolge der Ukraine-Krise sind über eine Million Kinder in Not geraten, heißt es in dem am Donnerstag vorgestellten Bericht. Laut der UNICEF haben rund 130.000 Kinder ihren ständigen Wohnsitz verlassen müssen. Ferner enthält der Bericht Angaben zur Tötung bzw. Verschleppung von Journalisten — die Ukraine sei in dieser Hinsicht selbst den politisch instabilen Ländern wie Libyen, Syrien und Irak voraus.

    „In der Ukraine gedeiht der Spionagewahn im Geiste der Stalin-Zeit, Listen von politisch Verdächtigen werden erstellt. Die Datenbank enthält gut 7.500 Namen“, so Alexander Brod.

    Zigtausende Straftaten seien heute nicht dokumentiert und nicht untersucht – Diebstahl, Plünderung, Raub, massenhafte Vergewaltigungen und massenhaft tätliche Angriffe, so der Menschenrechtler aus Lettland Inar Graudinaš. Das ist die Anwendung der Folter durch staatliche Strukturen, darunter durch den Sicherheitsdienst der Ukraine SBU.

    „Heute ist eindeutig bewiesen, dass die malaysische Boeing von den Luftstreitkräften der Ukraine abgeschossen wurde“, sagte Graudinaš. Nach Meinung des Experten müssten die unmittelbaren Täter dieses Terrorangriffs und jene, die den verbrecherischen Befehl zum Abschuss der Passagiermaschine erteilt haben, ermittelt und vor Gericht gestellt werden.

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    Tags:
    Donezk, Ukraine
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