16:48 18 Januar 2020
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    Anschlag auf Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Paris (34)
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    Der Anschlag auf „Charlie Hebdo“ ist im Zusammenhang einer ganzen Reihe ähnlicher Attentate in den letzten Monaten in Europa zu sehen, so der Islamwissenschaftler Udo Steinbach.

    „Was wir sehen müssen ist, dass es sich um eine systematische Strategie handelt“,  äußerte der Experte in einem Interview mit Sputnik-Korrespondentin Jana Hermanovskaja.

    Das mögliche Ziel der Islamisten könnte in einer „Vertiefung des Grabens“ bestehen, der in den letzten Jahren zwischen dem Westen und der islamischen Welt aufgerissen ist, meint Steinbach. Er begründet seine Vermutung damit, dass die Attentäter von Hass erfüllte Menschen seien, die vom Morden lebten und sich über die Gewalt Mitglieder anwerben. Steinbach vergleicht daher die Täter des Terroranschlags auf das Pariser Satiremagazin mit der Terrorgruppe "Islamischer Staat": „Ähnlich wie bei dem IS, der versucht, sich durch systematisches Morden und Gewalt im Namen des Islams eine Gefolgschaft zu schaffen.“ 

    Nun „dringt jetzt das zu uns nach Europa“, so der Islamexperte.

    Gruppierung Islamischer Staat
    © REUTERS / Stringer

    Steinbach versteht zwar die geschürten Ängste vor einer Islamisierung auf der westlichen Seite, betont aber auch die Sorgen auf der anderen. 

    So kommentiert er: „Auch Muslime sind über die Art und  Weise, wie gegen den Islam argumentiert wird, besorgt."

    Es wäre sinnvoll, wenn von islamischen Verbänden im Westen mehr Anstrengungen kämen, mit der nicht-muslimischen Mehrheit in einen Dialog zu treten, um sicher zu sein, dass man sich nicht von Radikalen und Extremisten in eine Form von militanter Konfrontation zwängen lasse.

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Charlie Hebdo, Paris, Frankreich