08:49 18 Juli 2018
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    Energiekonzern Gazprom

    Kartell-Vorwurf: EU-Kommission droht Gazprom mit Milliardenstrafe

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    Die EU-Kommission hat Gazprom offiziell des Missbrauchs der Marktposition beschuldigt und milliardenhohe Strafen in Aussicht gestellt. Der russische Energiekonzern weist jeden Verdacht von sich.

    Die EU-Kommission hat Gazprom offiziell des Missbrauchs der Marktposition beschuldigt und milliardenhohe Strafen in Aussicht gestellt. Der russische Energiekonzern weist jeden Verdacht von sich.

    In dem seit September 2012 andauernden Kartellverfahren hat die EU-Kommission dem russischen Staatskonzern die offiziellen Beschwerdepunkte zugeschickt. Das Unternehmen wird beschuldigt, in acht EU-Staaten Mittel- und Osteuropas seine Marktposition missbraucht und so das europäische Wettbewerbsrecht verletzt zu haben. Betroffen seien Polen, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Bulgarien, Estland, Lettland und Litauen. Der russische Konzern hat zwölf Wochen, um auf die Beschwerde zu antworten. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, müsste Gazprom mit einer Kartellstrafe von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes rechnen, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Mittwoch in Brüssel.

    Gazprom wies die Vorwürfe als unbegründet zurück. „Die Tätigkeit von Gazprom auf dem EU-Markt einschließlich der Preisbildung entspricht den Standards, die auch die anderen  Gasproduzenten und Exporteure anwenden“, erklärte der Konzern am Mittwoch. Das heutige Statement der EU-Kommission sei nur eine der Etappen der Kartellermittlung und bedeute nicht, dass Gazprom als schuldig anerkannt worden sei.

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    Sanktionen, EU, Gazprom, Margrethe Vestager, Litauen, Lettland, Estland, Russland
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