14:13 06 August 2020
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    Als eine Fälschung hat das Bundesministerium des Äußeren einen „Appell“ des Ressortchefs Frank-Walter Steinmeier abgewiesen, wonach das Massaker von Wolhynien im Jahr 1943 verschwiegen werden sollte. Das teilte ein Ministeriumssprecher am Freitag RIA Novosti mit.

    Freischärler der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) und der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) hatten damals in der Westukraine nach diversen Schätzungen zwischen 30.000 und 100.000 polnische Zivilisten brutal ermordet. Zuvor wurde in sozialen Netzen ein „Dokument“ veröffentlicht, das optisch einem offiziellen Schreiben des deutschen Außenministeriums ähnlich ist. Empfänger ist demnach die polnische Kulturministerin Malgorzata Omilanowska.

    Das „Dokument“ enthält die Bitte an die Ministerin, die bei der UNESCO eingebrachten Belege für die Tragödie von Wolhynien zurückzunehmen, um zu einer konsolidierten Position zur Ukraine-Problem beizutragen. „Die Veröffentlichung dieser Informationen könnte eine negative Reaktion der Behörden und der Bevölkerung der Ukraine auslösen“, hieß es in dem „Dokument“.

    Dieses Schreiben sei eindeutig eine Fälschung, betonte der Sprecher des deutschen Außenamtes.

    Am 9. April hatte die Werchowna Rada die Mitglieder der OUN und UPA als Kämpfer für die Freiheit der Ukraine eingestuft und ihnen jegliche soziale Garantien zugesichert.

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    Tags:
    Organisation Ukrainischer Nationalisten OUN, Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA), UNESCO, Frank-Walter Steinmeier, Malgorzata Omilanowska, Ukraine, Berlin