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    Streit um Nordkorea-Atomprogramm (236)
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    Laut zwei US-Politologen, Van Jackson und Hannah Suh, ist die Angst vor einer militärischen Aggression seitens Nordkoreas ein Mythos. Die Regierung in Pjöngjang strebe nach Überleben, jedoch nicht nach einem Krieg mit der ganzen Welt, heißt es in ihrem Artikel für die US-Zeitschrift „National Interest“.

    Das nordkoreanische Regime werde sehr sorgfältig ein Vorgehen vermeiden, das einen Krieg initiieren könne. Pjöngjang werde versuchen, dieses Verhalten  auch im Falle eines Angriffs seitens irgendwelcher Länder beizubehalten.

    Aus historischer Sicht werde die Außenpolitik des nordkoreanischen Regimes durch die Logik der Konsequenzen bestimmt. Sein Ziel sei Überleben, so die US-Politologen.

    In diesem Zusammenhang wäre es ein Fehler zu glauben, dass eine sogar „sehr begrenzte und präventive“ bewaffnete Auseinandersetzung zwischen Nordkorea und den USA mit ihren Verbündeten enorme Zerstörungen in Seoul auslösen könne, behaupten die US-Politologen.

    Die ständige Angst des Westens vor der Militärmacht Nordkoreas beruht auf einer „imaginären“ Vorstellung in Bezug auf die Absichten und Möglichkeiten des in Pjöngjang regierenden Regimes.

    „Es ist völlig egal, welcher politischen Bewegung man angehört. Die Rechten und Linken gleichermaßen sind sich darüber einig, dass das Hauptziel Nordkoreas das Überleben des Regimes ist. Das bedeutet, dass Nordkorea nicht nur Maßnahmen trifft, um das Regime zu verteidigen, sondern es auch solche Handlungen vermeiden wird, die dieses Überleben gefährdet“, heißt es im Artikel.

    Pjöngjang verfügte über zahlreiche Gelegenheiten, bestehende Grenzkonflikte in eine umfassende Krise zu verwandeln, aber hat es immer Zurückhaltung gezeigt. Dabei spielt die konfrontative und militärische Rhetorik Nordkoreas keine Rolle.

    Aber dies bedeutet nicht, dass ein militärischer Konflikt mit Nordkorea unmöglich ist. Im Gegenzug werde das militärische Abenteuer Nordkoreas stärker, wenn es sein Atom- Raketenprogramm weiter entwickele, schreiben die Autoren des Artikels.

    Die Hauptbedrohung bestehe nicht in einem spontanen Krieg oder der fortschreitenden Eskalation seitens Nordkoreas. Es wird schlimmer, wenn „Kim Jong-un glauben sollte, dass Nordkorea nukleare Abschreckungsmittel erhält, die ihm mehr Handlungsfreiheit auf der Halbinsel geben“, schlussfolgern die Politologen.

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    Aggression, Atomprogramm, The National Interest, Hannah Suh, Van Jackson, Kim Jong Un, Seoul, USA, Pjöngjang, Nordkorea