06:09 08 August 2020
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    Nach der Kundgebung zum einjährigen Bestehen des Pegida-Bündnisses am vergangenen Montag ist am 26. Oktober wieder ein „großer Abendspaziergang“ angekündigt. Wie die „Sächsische Zeitung“ am Montag berichtete, ist Start- und Endpunkt wieder der Theaterplatz.

    Mit etwa 20 Minuten Verspätung eröffnete Pegida-Chef Lutz Bachmann die Kundgebung, sprach über Teilnehmerzahlen, direkte Demokratie, „kleinen Bürgern“ und die Flüchtlingspolitik. Die Menge skandiert „Merkel muss weg“, „Volksverräter“ und „Widerstand“. Nach Bachmann ging das Mikro dann an den Autoren Baal Müller, der unter anderem für die „Junge Freiheit“ schreibt. Danach brachen die Teilnehmer zum so genannten Abendspaziergang auf. Nach einer ersten Schätzung der Studenteninitiative „Durchgezählt“, die seit Monaten Teilnehmerzahlen ermittelt, sind etwa 10.000 bis 12.000 Menschen dabei.

    Dem Blatt zufolge hatte Pegida zuletzt immer wieder für bundesweite Empörung gesorgt. Vor zwei Wochen tauchte eine Galgenattrappe unter den Demonstranten auf, vergangene Woche vergriff sich der Autor Akif Pirinçci derart im Ton, dass sich Pegida-Frontmann Lutz Bachmann tags darauf öffentlich entschuldigte.

    Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) lehnt derweil ein Verbot der Pegida-Demonstrationen ab. Der „Bild“-Zeitung sagte er: „Ich kann verstehen, dass sich das im Moment viele Menschen wünschen. Rechtlich ist allerdings klar: Die Hürden dafür sind sehr hoch.“ Das Blatt zitiert Maas weiter: „Das sind doch längst keine besorgten Bürger mehr, die da Galgen basteln und rassistischen Sprücheklopfern zujubeln. Das sind Feinde unserer toleranten Demokratie.“

    Auch in Leipzig kamen viele Menschen auf die Straße. „Theoretisch hatten die Menschen in Leipzig eine Woche lang Ruhe. Praktisch jedoch gab es stattdessen die ‚Offensive für Deutschland‘, die nach voller Aufmerksamkeit rief – und sie zumindest von der eigenen Klientel nicht bekam“, schrieb die „Leipziger Internet-Zeitung“ am Montag zur Demonstration von Legida, des Leipziger Ablegers der in Dresden entstandenen islamkritischen Pegida-Bewegung. Nun sei Legida zurück auf dem Refugees-Welcome-Platz.

     

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    Tags:
    Legida, PEGIDA, Leipzig, Dresden, Deutschland