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10:21 22 September 2019
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    EU-Ratspräsident Donald Tusk

    Tusk: Lösung der Migrationskrise bedeutet kein Ende von Schengen

    © AP Photo / Geert Vanden Wijngaert
    Аusland
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    Die Lösung der Migrationskrise wird nach Ansicht von EU-Ratspräsident Donald Tusk kein Ende der Schengen-Regeln einleiten. „Im Gegenteil. Sie soll diese Regeln nur weiter festigen“, erklärte Tusk am Dienstag in Wien bei einem Treffen mit Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann.

    Die Regierungschefs der Länder der Region hätten vor zwei Wochen darauf hingewiesen, dass die Rückkehr zur umfassenden Anwendung des Grenzkodexes durch die Schengener Staaten in dieser Situation wichtig wäre, erinnerte Tusk. „Das heißt, dass Bürgern dritter Länder, die den Schengen-Anforderungen nicht gerecht sind oder keinen Asylantrag gestellt haben, die Einreise verwehrt wird“, sagte er.

    „Die Rückkehr zur Anwendung des Schengener Grenzkodexes bedeutet kein Ende von Schengen. Im Gegenteil. Das ist die einige Möglichkeit, den Schengen-(Raum) zu erhalten… Jetzt geht es nicht mehr darum, ob jemand in Europa das tun möchte, sondern darum, wie das gemacht werden soll. In der ersten Phase ist eine reibungslose Koordinierung erforderlich.“

    Tusk zufolge ist die Wiederherstellung der Grenzkontrolle keine einfache Entscheidung. „Die Wahrheit besteht aber darin, dass dies derzeit die einzige Alternative ist. Ich kann nur darauf hoffen, dass alle in Europa diese schwere Wahrheit akzeptieren werden“, sagte der EU-Ratspräsident.

     

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    Tags:
    Migrationskrise, Erhaltung, Schengen-Abkommen, Donald Tusk, Europäische Union