22:22 27 März 2017
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    Alltag in Libyen (Archiv)

    Russland soll Nato in Libyen unterstützen? „Wohl kaum" - Duma-Abgeordneter

    © RIA Novosti. Andrei Stenin
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    Die Nato hat in Syrien und im Irak nicht mit Russland gegen die Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) kämpfen wollen, also ist es ebenso unwahrscheinlich, dass Moskau das Militärbündnis im Falle einer Einmischung in Libyen unterstützen wird, wie Wladimir Komojedow, Chef des Verteidigungsausschusses der Staatsduma, sagte.

    Am Dienstag hatte noch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg nach seinem Treffen mit Italiens Premierminister Matteo Renzi gesagt, dass das Bündnis bereit sei, sich auf Bitte seitens der neuen Regierung in die Situation in Libyen einzumischen.

    „Wenn wir schon für ein und dieselbe Sache in Syrien und im Irak gewesen wären, dann wäre das eine andere Angelegenheit. Aber die Amerikaner, wie wir sehen, wollen das nicht, also werden wir uns in Libyen wohl kaum in die Höhle des Löwen stürzen“, so Komojedow zu einer möglichen Unterstützung der Nato in Libyen seitens Russlands.

    Am 31. März hatte die neue Regierung der Nationalen Einheit unter Anführung von Fajes al-Sarradsch ihre Arbeit begonnen. Die Regierung hofft, die Einheit des Landes wiederherstellen zu können, welches seit dem Sturz des Gaddafi-Regimes 2011 am Rande des Zerfalls steht. Einige Gebiete Libyens sind immer noch unter Kontrolle von Kämpfern, die mit der terroristischen Organisation Daesh zu tun haben.

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    Tags:
    Staatsduma, NATO, Wladimir Komojedow, Libyen, Russland