05:29 04 Juli 2020
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    Putschversuch in der Türkei (231)
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan soll nach Ansicht von Konstantin Kossatschow, Chef des Auswärtigen Ausschusses des Föderationsrates (Oberhaus) den Verdacht gehegt haben, dass gegen ihn Putschvorbereitungen im Gange sind. Davon zeuge nach seiner Ansicht das „politische Manövrieren“ der letzten Zeit.

    „Es ist offensichtlich, dass Erdogan die Putschvorbereitungen erahnt hat“, schrieb er in seinem Facebook-Account. „Sein politisches Manövrieren der letzten Zeit, einschließlich der Änderung seiner Haltung zu Russland und Israel sowie in gewissem Maße auch zu Syrien stellten, wie nun offensichtlich wird, seine Versuche dar, die Generalität zu beruhigen, die aus ihrer Unzufriedenheit mit dem Scheitern der ‚neuen‘ Außen- und Innenpolitik des Landes kein Geheimnis mehr machten.“

    Für Russland bestehe in der jetzigen Situation das Wichtigste darin, die Sicherheit der Russen zu gewährleisten, die sich jetzt in der Türkei befinden, meinte Kossatschow.

    „Leider geschieht dies in der letzten Zeit nicht zum ersten Mal. Der Präsident hat bereits die notwendigen Anweisungen erteilt, die vom Außenministerium ausgeführt werden. Es bleibt zu hoffen, dass das Zivilschutzministerium, geschweige denn das Verteidigungsministerium nicht einbezogen werden.“

    Am Freitagabend hatte eine Gruppe von Militärs einen Putschversuch unternommen. Auf den Straßen von Ankara und Istanbul war Militärtechnik zu sehen, es kam auch zum Schusswechsel.

    Präsident Erdogan erklärte mittlerweile, dass der Putschversuch gescheitert ist und niedergeschlagen wird.

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    Putsch, Konstantin Kosatschow, Recep Tayyip Erdogan, Russland, Türkei