02:03 11 Juli 2020
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    Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, soll Präsident Donald Trump überredet haben, die Einhaltung des Atomabkommens durch den Iran nicht anzuerkennen. Das berichtet „Politico“ in seiner Freitagsausgabe unter Berufung auf nicht genannte Quellen.

    Im vergangenen Juli hatten Außenminister Rex Tillerson und Pentagon-Chef James Mattis den Präsidenten davon überzeugt, dass er die Einhaltung des Atomabkommens durch den Iran anerkennen sollte. Es gebe keine Argumente, die das Gegenteil belegen würden, hieß es zur Begründung.

    Haley versicherte Trump, sie werde stichhaltige ablehnende Argumente präsentieren. Der Präsident billigte die Initiative. Medien schreiben, dass Haley somit ihre Position in Trumps Umgebung gefestigt hat. Derzeit gilt sie als mögliche Nachfolgerin Tillersons im Amt des State Secretary.

    Am Freitag hatte Trump erklärt, dass das Atomabkommen mit dem Iran jederzeit aufgekündigt werden könnte. Moskau bedauerte Trumps Entscheidung, die Erfüllung des Gemeinsamen umfassenden Aktionsplanes zum iranischen Atomprogramm durch Teheran gegenüber dem US-Kongress nicht zu bestätigen.

    „Russland bleibt dem Aktionsplan treu, ist an seiner Erhaltung interessiert und wird seine aus dem Plan resultierenden Verpflichtung erfüllen. Wir rufen alle anderen Unterzeichner auf, ähnlich vorzugehen“, hieß es in einer am Freitag abgegebenen Erklärung des russischen Außenamtes.

     

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    Tags:
    Ablehnung, Lobbyismus, Atomabkommen, Donald Trump, Nikki Haley, Russland, Iran, USA