16:06 17 Dezember 2018
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    Hauptsitz der Deutschen Bank in Frankfurt/Main (Archiv)

    Verdacht der Geldwäsche - Razzia bei der Deutschen Bank

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    170 Ermittler haben am Donnerstag Geschäftsräume der Deutschen Bank durchsucht, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittle wegen des Verdachts der Geldwäsche, teilte die Behörde mit. Grundlage sind demnach Daten aus den Panama Papers sowie den Offshore Leaks, zwei internationalen Rechercheprojekten zu Steueroasen.

    Etwa 170 Beamte der Staatsanwaltschaft, des Bundeskriminalamts (BKA), der Steuerfahndung sowie der Bundespolizei waren seit dem Morgen im Einsatz. Durchsucht wurden sechs Objekte. Die Beamten hätten dabei auch Geschäftsunterlagen sichergestellt. Die Deutsche Bank bestätigte die Durchsuchungen. Man werde "vollumfänglich" mit den Behörden kooperieren, sagte ein Sprecher.

    Nach einer Auswertung des beim BKA vorliegenden Datenbestandes der Offshore-Leaks und der Panama Papers habe sich der Verdacht ergeben, dass die Deutsche Bank Kunden bei der Gründung von Offshore-Gesellschaften in Steuerparadiesen behilflich gewesen sein könnte, heißt es in dem Beitrag. Dabei sollen Gelder aus Straftaten auf Konten der Deutschen Bank übertragen worden sein, ohne dass die Bank Verdachtsanzeigen erstattete.

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    Den Angaben zufolge sollen über eine zum Konzern gehörende Gesellschaft mit Sitz auf den Britischen Jungferninseln allein im Jahr 2016 mehr als 900 Kunden mit einem Volumen von 311 Millionen Euro betreut worden sein.

     

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    Tags:
    Geldwäsche, Verdacht, Razzia, Deutsche Bank, Frankfurt am Main, Deutschland