05:33 30 Oktober 2020
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    Bei dem ausgehandelten Deal zwischen Ankara und Washington über eine Waffenruhe in Syrien ging es unter anderem darum, dass die Vereinigten Staaten alle Sanktionen gegen die Türkei aufheben. US-Präsident Donald Trump scheint dieser Vereinbarung zu folgen. Er kündigte die Aufhebung der Sanktionen gegen Ankara an.

    Diese Sanktionen wurden zuvor wegen der türkischen Syrien-Offensive verhängt.

    Die Türkei soll im Gegenzug nach Angaben von US-Präsident Donald Trump eine dauerhafte Waffenruhe in Nordsyrien verkündet haben. Trump erklärte am Mittwoch im Weißen Haus, die türkische Regierung habe seine Regierung darüber informiert, dass sie die Kämpfe und die Offensive in Nordsyrien „dauerhaft stoppen” werde.

    Falls die Türkei ihren Verpflichtungen allerdings nicht nachkommen werde, könnten die Sanktionen wieder eingeführt und verschärft werden, so Trump.

    Vorschlag von Kramp-Karrenbauer sorgt für Aufregung

    Zuvor hatte ein Vorschlag von Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer für internationale Aufregung gesorgt.

    Sie hatte am Montag vorgeschlagen, eine internationale Sicherheitszone in Nordsyrien im Grenzgebiet zur Türkei aufzubauen.

    Diese sollte von der UN kontrolliert und überwacht werden.

    Russlands Außenministerium lehnte die Pläne von Kramp-Karrenbauer derweil ab und bezeichnete diese als „nicht notwendig“.

    Die Lösung des Problems sei am Dienstag in Sotschi während des Treffens zwischen Putin und Erdogan gefunden worden, so das russische Außenministerium.

    „Das, was in Sotschi passiert ist, ist die Lösung des Problems. Und zwar geht es um den Stopp der türkischen Militäraktivität auf diesem Territorium sowie um die Einstellung unterschiedlicher bewaffneter Zusammenstöße“, sagte Vizeaußenminister Sergej Werschinin am Mittwoch.

    Wichtige Weichen seien bei dieser Vereinbarung getroffen worden. Zusatzmaßnahmen seien daher nicht erforderlich.

    Unter anderem vereinbarten Russland und die Türkei am Dienstagabend eine gemeinsame Kontrolle der nordsyrischen Grenzgebiete. Zudem sollen Russland und Syrien den Abzug der kurdischen Einheiten aus der Sicherheitszone überwachen.

    Einheiten der russischen Militärpolizei rückten am Mittwoch hierzu Richtung Nordostsyrien vor.

    Türkische Militäroperation in Syrien

    Die Türkei hatte am 9. Oktober kurz nach dem Abzug der US-Truppen aus der Region ihre seit längerem angedrohte Offensive unter dem Namen „Friedensquelle” im Nordosten Syriens gestartet.

    Auf mehrere Städte der Region wurden Raketen- und Bombenangriffe geflogen. Etwas später wurde der Beginn einer Bodenoffensive angekündigt.

    Russland hatte die Türkei mehrmals vor Handlungen gewarnt, die die Beilegung des seit 2011 währenden Konflikts im Bürgerkriegsland Syrien behindern könnten.

    Die Türkei sieht in der YPG eine Terrororganisation.

    Russland wiederum unterstützt Syriens Präsident Baschar al-Assad und begrüßte den Abzug der US-Truppen.

    sb/ng/dpa

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    Tags:
    Russland, Bodenoffensive, Offensive, US-Sanktionen, Sanktionen, USA, Türkei, Syrien